EU-Schluss: ESTX50 rückt 0,6% auf 3’304 Punkte vor

Boerse

Paris – Nach dem jüngsten Rückschlag haben Europas wichtigste Börsen am Montag wieder den Weg nach oben gefunden. Es habe zwar keine wichtigen Konjunkturnachrichten gegeben, doch nach dem durchwachsenen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag überwiege immer noch ein vorsichtiger Optimismus, schrieb Analyst David Madden von CMC Markets UK. Teils deutliche Gewinne an der tonangebenden Wall Street nach guten US-Einzelhandelsdaten gaben den Kursen in Europa am Nachmittag zusätzlich Auftrieb.

Der EuroStoxx 50 kämpfte zwar nach einer freundlichen Eröffnung um seine Gewinne, zog mit dem freundlichen US-Aktienmarkt aber letztlich weiter an. Zum Börsenschluss notierte er 0,63 Prozent fester bei 3304,44 Punkten, womit er nur knapp unter seinem Tageshoch blieb. Damit endete eine dreitägige Verlustserie für den Eurozonen-Leitindex.

Ähnliches galt für den französischen Cac 40, der sich zu Wochenbeginn um 0,66 Prozent auf 5265,96 Punkte erholte. Der britische FTSE 100 ging derweil lediglich 0,37 Prozent höher bei 7130,62 Zählern aus dem Handel. Hier verwies Experte Madden auf den Kurssprung des Pfund. Eine teure Währung verschlechtert tendenziell die Exportchancen eines Landes.

Im europäischen Branchenvergleich gab es zu Wochenbeginn fast nur Gewinner. Am besten schlugen sich die Aktien der Rohstoffunternehmen: Deren Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 stieg um 1,62 Prozent, dicht gefolgt vom Bankenindex mit plus 1,52 Prozent.

Letzterer profitierte von den erneut aufgekommenen Fusionsspekulationen im Sektor. Die „Welt am Sonntag“ berichtete unter Berufung auf Finanzkreise, dass der Vorstand der Deutschen Bank beschlossen habe, Gespräche mit der Konkurrentin Commerzbank aufzunehmen. Dazu kam eine Bestätigung der Gespräche über ein Zusammengehen der britischen OneSavings Bank mit der Charter Court Financial Services Group. Die Papiere beider Unternehmen zogen in London um jeweils rund elf Prozent an.

Derweil gab der Index der europäischen Konsumgüterhersteller als einziger Verlierer minimal nach. Die Titel der als defensiv geltenden Branche sind eher in einem schwachen Marktumfeld gefragt.

Ansonsten waren kursbewegende Unternehmensnachrichten zu Wochenbeginn dünn gesät. Nach dem zweiten Absturz eines Flugzeugs vom Typ Boeing 737 Max 8 binnen Monaten war der Triebwerkhersteller Safran mit über anderthalb Prozent Minus EuroStoxx-Schlusslicht. Die Franzosen bauen die Turbinen, die in der Unglücksmaschine zum Einsatz kamen. (awp/mc/ps)

Euronext

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