EU-Schluss: ESTX50 verliert 0,5% auf 2’938 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 verliert 0,5% auf 2’938 Punkte

London – Europas Börsen haben am Dienstag letztlich nicht von den steigenden Ölpreisen profitiert. Ein Investmentstratege machte negative Impulse von der Wall Street verantwortlich für die Kursverluste. Dazu belasteten schwache Autotitel.

Die frühen Gewinne beim EuroStoxx 50 bröckelten schnell ab – nach zwischenzeitlich deutlicheren Abschlägen schloss er 0,45 Prozent im Minus bei 2’938,09 Punkten. Bereits im dünnen Feiertagshandel am Pfingstmontag hatte der Leitindex der Eurozone moderat nachgegeben.

Auch für die anderen Indizes ging es am Dienstag überwiegend bergab. Der CAC 40 in Paris sank am Dienstag um 0,34 Prozent auf 4’297,57 Punkte. In Mailand, Zürich und Stockholm gaben die Kurse ebenfalls nach. Für den Londoner FTSE-100-Index ging es indes um 0,27 Prozent auf 6’167,77 Punkte hoch – ihm halfen die Kursgewinne der schwer gewichteten Rohstofftitel.

Die Ölpreise hatten am Morgen den höchsten Stand seit über einem halben Jahr erreicht. Nachdem sie zunächst einen Teil ihrer Gewinne abgaben, kletterten sie am Nachmittag wieder und blieben nur knapp unter ihren Tageshöchstständen. Ein positiverer Ölpreis-Ausblick der US-Bank Goldman Sachs sowie Instabilitäten bei der Produktion in Nigeria oder Venezuela wurden als Gründe genannt.

Schon in der Vorwoche hatten die Preise zugelegt, nachdem ein überraschender Rückgang der Ölreserven und der Fördermenge in den USA für Auftrieb gesorgt hatte. Diese Woche rechnen Experten mit dem zweiten Rückgang in Folge.

Derweil ging es mit den Kursen am US-Aktienmarkt nach unten, obwohl die jüngsten amerikanischen Konjunkturdaten überwiegend gut ausgefallen waren. Zudem rechnen immer noch recht wenige Experten damit, dass die US-Notenbank Fed schon im Juni die Zinsen anheben wird.

Lange Gesichter gab es am Dienstag bei den Besitzern europäischer Autoaktien. Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 sackte um 2,66 Prozent ab, nachdem sich die britische Investmentbank HSBC skeptisch zu den Aussichten der Branche geäussert hatten. Der Rückenwind durch den niedrigen Ölpreis lasse nach, der Ausblick für das Konsumentenvertrauen verschlechtere sich und die Investoren seien möglicherweise zu optimistisch, hiess es in einer aktuellen Studie.

Dagegen hatten die Papiere von Bergbaukonzernen die Nase vorn: Der Branchenindex legte dank überwiegend steigender Metallpreise um 1,87 Prozent zu.

Unter den Einzelwerten stachen Vodafone mit einem Plus von 1,50 Prozent heraus. Der britische Telekomkonzern blickt trotz eines Milliardenverlusts im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) wieder optimistisch nach vorn. Die Dividende will Vodafone zudem jährlich steigern. (awp/mc/upd/ps)

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