EU-Schluss: Kaum verändert – Unsicherheit bleibt

EU-Schluss: Kaum verändert – Unsicherheit bleibt

Paris – Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben zur Wochenmitte stagniert. Angesichts konjunktureller Sorgen in der Eurozone, einer möglichen US-Zinserhöhung und geopolitischer Risiken gingen Anleger derzeit auf Nummer sicher und hielten sich mit neuen Engagements zurück, sagte ein Marktexperte. Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 3244,16 Punkten. Der Cac-40-Index in Paris verlor ebenfalls 0,04 Prozent auf 4450,79 Zähler. Der Londoner Leitindex FTSE 100 stieg um 0,02 Prozent auf 6830,11 Punkte.

Nachdem die europäischen Börsen wegen negativer Vorgaben der Wall Street im Minus eröffnet hatten, konnten sie im Verlauf etwas zulegen. Händler führten dies vor allem darauf zurück, dass der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang für die heimische Wirtschaft keine «harte Landung» voraussagte. Chinas Regierung werde sicherstellen, dass die Konjunktur ein mittleres bis hohes Wachstum beibehalte, versicherte Li.

Aus Branchensicht stand der Handelssektor innerhalb des Stoxx 600 mit einem Gewinn von 0,41 Prozent an der Spitze, gefolgt von Banken-Werten mit plus 0,38 Prozent. Der Automotive-Subindex verbuchte mit minus 0,75 Prozent die deutlichsten Abschläge. Vom schwachen Branchentrend konnten sich Fiat-Aktien mit einem Plus von 1,88 Prozent abkoppeln. Hier kam der Abgang von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bei den Anlegern gut an. Nun will Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne Ferrari selbst leiten.

In Spanien rückte der Tod von Emilo Botin, der seit 1986 die Banco Santander geleitet hatte, die Papiere der Grossbank in den Mittelpunkt. Mit einem Abschlag von 0,65 Prozent gehörten sie zu den grössten Verlierern im EuroStoxx 50. Spitzenreiter im Leitindex der Eurozone waren ING Groep, die um 1,42 Prozent zulegten. Der leichte Kursrückschlag bei Apple nach der Produktpräsentation des iPhone-Herstellers vom Vorabend, beeinflusste die Kurse verbundener Unternehmen weltweit. Der Chiptitel ARM Holdings verlor 2,42 Prozent. Apple ist Lizenznehmer von ARM. (awp/mc/pg)

Euronext

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