EU-Schluss: EuroStoxx50 fällt 0,9% auf 3375 Punkte

Boerse

Paris – An Europas wichtigsten Aktienmärkten ist am Donnerstag die Risikoscheu der Anleger wieder zurückgekehrt. Die Angst vor schnelleren Zinserhöhungen in den USA mit all ihren Folgeeffekten griff um sich. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,89 Prozent auf 3375,08 Punkte. Er behauptete sich aber knapp über seinem Tief vor zwei Tagen, was charttechnisch von Vorteil sein könnte.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte wegen zuletzt starker Konjunkturdaten indirekt ein eventuell schnelleres Zinserhöhungstempo in Aussicht gestellt. Die Folge davon waren deutlich anziehende Kapitalmarktzinsen in den USA, was für Anleger eine rentablere Alternative zu Aktien schafft und den Unternehmen die Kapitalaufnahme verteuern kann. Laut Marktanalyst David Madden von CMC Markets sorgt sich der Markt dabei aber auch um die Refinanzierung von Schwellenländern – mit möglichen Folgeschäden für deren Wirtschaft.

An den Länderbörsen in Frankreich und Grossbritannien ging es im Sog dessen sogar noch etwas deutlicher nach unten als beim EuroStoxx50. Der französische Cac 40 sank um 1,47 Prozent auf 5410,85 Punkte. Für den britischen FTSE 100 ging es um 1,22 Prozent auf 7418,34 Punkte nach unten. Der deutsche Dax schlug sich mit nur moderaten Verlusten vergleichsweise gut.

(awp/mc/pg)

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