EU-Schluss: ESTX50 rückt 0,8% auf 3’435 Punkte vor

Boerse

London – Am Dienstag haben Europas Aktien wieder Fahrt aufgenommen. Nach dem Rücksetzer zu Wochenbeginn stieg der EuroStoxx 50 Index als Leitindex für die Eurozone um 0,80 Prozent auf 3435,08 Punkte. Rückenwind erhielten die Börsen vom Eurokurs, der sich zum US-Dollar im Verlauf des Tages abschwächte. «Der Optimismus kehrt zurück, der schwächere Euro stützt», sagte Analyst David Madden vom Broker CMC Markets. Eine schwächere Gemeinschaftswährung kann die Exportchancen der Unternehmen aus der Eurozone verbessern.

Zudem grenzten die Aktien an der Wall Street ihre anfänglichen Kursverluste ein. Technologie-Aktien konnten sogar weiter zulegen, befeuert von Übernahmefantasien in der Halbleiterbranche. «Das ist ein hartes Ringen zwischen Bullen und Bären», beschrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwaltere QC Partners die gegenwärtige Situation an den Börsen.

Auch in Paris ging es mit den Kursen wieder aufwärts. So legte der CAC 40 um 0,64 Prozent auf 5289,86 Punkte zu. Der britische FTSE 100 schloss dagegen mit einem Abschlag von 0,01 Prozent auf 7246,77 Punkte quasi unverändert. Hier hätten die hohen Kursverluste von HSBC nach den Zahlen der Grossbank den Markt belastet, sagte Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets.

Unter den europäischen Branchen legten die Baustoffhersteller mit einem Plus von rund 1,4 Prozent am meisten zu. Zu den Verlierern gehörten die Banken, deren Subindex leicht nachgab.

Den Bankensektor belasteten die Aktien des grössten europäischen Instituts HSBC. Sie fielen um mehr als 3 Prozent, nachdem die Bank ihre Jahreszahlen bekannt gegeben hatte. Viele Analysten hatten sich ein noch besseres Ergebnis erhofft. Zudem hatten einige Anleger darauf gesetzt, dass die Bank den Rückkauf weiterer Aktien ankündigt. Hier blieb HSBC jedoch vage: Rückkäufe werde es erst geben, sobald die Kapitalziele erreicht sind, hiess es.

Positiv verlief es hingegen für die Aktien der französischen Grossbank Credit Agricole. Sie legten um 1,43 Prozent zu, nachdem UBS die Papiere auf «Kaufen» hochgestuft hatte.

Die schweizerischen Uhrenhersteller konnten sich über positive Exportdaten freuen. Die Nachfrage aus China war besonders gut. Die Papiere von Swatch gewannen 0,59 Prozent.

Dagegen lief es für die Papiere des schweizerischen Bankensoftware-Entwicklers Temenos weniger gut. Die Aktien verloren fast 6 Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen die Übernahme der Finanzfirma Fidessa prüft. In London schossen Fidessa-Aktien um mehr als 20 Prozent nach oben. (awp/mc/ps)

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