EU-Schluss: Sorgen um Italien belasten EuroStoxx50 leicht

Boerse

Paris – Der EuroStoxx 50 hat am Dienstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Der europäische Leitindex verlor nach dem freundlichen Wochenstart 0,45 Prozent auf 3348,86 Punkte.

Nach dem Erfolg der rechten Lega in Italien bei den Europawahlen machten sich Anleger Sorgen um eine weitere Verschuldung des Landes. „Sollten die Anleger das Vertrauen in Italien verlieren, wird es an den Börsen ungemütlich“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Das Land sei zu gross für einen Rettungsschirm und könnte im Alleingang eine neue Eurokrise auslösen.

In Mailand ging es für den FTSE MIB entsprechend um 0,5 Prozent abwärts. Zwischenzeitlich hatte der italienische Leitindex bis zu 1,33 Prozent eingebüsst.

In London, wo nach einem Feiertag zum Wochenauftakt nun wieder gehandelt wurde, hielt sich der FTSE 100 vergleichsweise wacker und schloss nur 0,12 Prozent tiefer bei 7268,95 Punkten. Hier stützten starke Minenwerte , die von steigenden Eisenerzpreisen profitierten. Der Pariser Leitindex Cac 40 verlor 0,44 Prozent auf 5312,69 Punkte.

Unter den Bank fielen die Aktien von Societe Generale um rund zwei Prozent und die von Intesa Sanpaolo um mehr als ein Prozent. In einem Szenario einer möglicherweise neu aufflammenden Schuldenkrise in Europa würden Finanzinstitute für gewöhnlich besonders leiden.

Unter den Favoriten im europäischen Leitbarometer waren die Anteile des Medienkonzerns Vivendi nach einem vermeldeten Zukauf und einer optimistischen Deutsche-Bank-Studie mit knapp einem Prozent. Der Medienkonzern hatte die Übernahme des in Luxemburg ansässigen Pay-TV-Konzerns M7 gemeldet. Auch europaweit waren Medienwerte gefragt.(awp/mc/pg)

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