Eurokurs fällt nach US-Arbeitsmarktbericht

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist nach einem überraschend gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht gesunken. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Freitagnachmittag mit 1,3109 US-Dollar gehandelt. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatte der Euro noch bei 1,3170 Dollar notiert. Auch der Schweizer Franken schwächte sich nach den Konjunkturdaten etwas ab.

In den USA war die Zahl der Beschäftigten im Januar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat war die Beschäftigung ausserhalb der Landwirtschaft um 243.000 Stellen nach oben geklettert. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um lediglich 140.000 Stellen gerechnet. «Es ist jetzt unwahrscheinlicher geworden, dass die US-Notenbank schon bald die Konjunktur mit einem neuen Anleihekaufprogramm stützt», sagte Jana Meier, Devisenexpertin bei HSBC Trinkaus. Die zusätzliche Liquidität würde den Dollar tendenziell schwächen. «Aber auch nach den neuen Daten ist eine weitere geldpolitische Lockerung nicht vom Tisch.»

Unsicherheit um Griechenland belastet weiter
«Nach wie vor belastet die Unsicherheit um den geplanten Schuldenschnitt für Griechenland den Euro», sagte Meier. Es sei weiterhin nicht sicher, ob sich Griechenland an diesem Wochenende mit seinen privaten Gläubigern einigen könne. Grundsätzlich sieht Meier aber eher Aufwärtspotenzial für den Euro. Die Schuldenkrise in der Eurozone habe sich zuletzt entspannt. So waren zuletzt die Risikoaufschläge für italienische und spanische Staatsanleihen in der vergangenen Woche zurückgegangen.

Euro gegenüber Franken wieder auf Vormittagskurs
Die Schweizer Währung schwächte sich nach der Publikation der Arbeitsmarktdaten zu den wichtigsten Währungen ab, er hat aber inzwischen wieder etwas Boden gut gemacht. Der USD verteuerte sich kurzfristig um über einen Rappen, notiert aber aktuell noch bei 0,9197 CHF. Der EUR stieg ebenfalls auf ein Tageshoch, liegt aber derzeit mit 1,2057 CHF wieder auf dem Stand des Vormittags. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.739,60 (1.751,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 42.260,00 (41.970,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

EZB-Referenzkurse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.