Eurokurs gefallen

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist am Freitag belastet durch schwache Aktienmärkte gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3450 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch rund 1,36 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3503 (Donnerstag: 1,3615) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7406 (0,7345) Euro.

«Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten hat auch den Eurokurs belastet», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Teilweise besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten hätten am Markt hingegen kaum eine Rolle gespielt. So hat sich beispielsweise der regionale Frühindikator für die Region Chicago im September überraschend und deutlich aufgehellt.

Anleger zurückhaltend

«Vor dem Wochenende will kaum ein Anleger noch ein Risiko eingehen», sagte Rieke. Der Markt warte auf eine Reihe von wichtigen Konjunkturdaten und Ereignissen. So steht kommende Woche in den USA der monatliche US-Arbeitsmarktbericht an. In der Eurozone dürfte die Zinsentscheidung der EZB im Fokus stehen. «Angesichts der im September deutlich gestiegenen Inflationsrate ist aber noch keine Leitzinssenkung zu erwarten», sagte Rieke. Der Euro dürfte infolge der weiter schwelenden Schuldenkrise und einer schwachen Konjunkturentwicklung in der Eurozone unter Druck bleiben.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86665 (0,87065) britische Pfund , 103,79 (104,46) japanische Yen und 1,2170 (1,2207) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.620,00 (1.613,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 38.110,00 (37.520,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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