Euro leicht im Minus

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Frankfurt am Main – Der Euro hat am Dienstag nicht an seinen Aufwärtstrend der vergangenen Handelstage anknüpfen können. Konjunktursorgen um China stützten den US-Dollar, sagten Händler. Nach einem zwischenzeitlichen Ausflug in die Gewinnzone fiel die europäische Gemeinschaftswährung zurück ins Minus. Im Tageshoch notierte sie am Nachmittag bei 1,3248 US-Dollar, gegen Mittag war sie noch bis auf 1,3172 Dollar abgerutscht. Zuletzt kostete der Euro mit 1,3222 Dollar etwas weniger als zum Handelsauftakt.

In einem ruhigen Umfeld ohne wesentliche Konjunkturdaten brachte eine Auktion spanischer Geldmarktpapiere den Euro am Vormittag leicht unter Druck. Zwar blieb die Nachfrage nach den Papieren robust, und die Refinanzierungskosten gingen abermals zurück. Negativ aufgenommen wurde aber das Volumen der Kreditaufnahme, das mit rund fünf Milliarden Euro hinter dem Maximalziel zurückblieb. Zusätzliche Belastung für die Gemeinschaftswährung ging von den schwachen europäischen Aktienmärkten aus.

Sorgen um Abschwächung der chinesischen Wirtschaft belastet US-Börsen
Mit dem Handelsauftakt an den US-Märkten änderte sich das Bild und der Euro konnte seine Verluste wieder gutmachen. Sorgen um eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaft drückten die US-Börsen im frühen Geschäft ins Minus. Anleger würden angesichts der etwas verschlechterten Stimmung nach der jüngsten Rally Gewinne mitnehmen, sagten Händler. Der Rohstoffgigant BHP Billiton hatte Zweifel am Wachstumsausblick der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt geäussert. Der Dollar konnte von der gestiegenen Unsicherheit profitieren und verbuchte leichte Kursgewinne.

Franken zum Dollar gefestigt
Der Schweizer Franken hat sich derweil gegenüber dem US-Dollar gefestigt. Das Währungspaar USD/CHF habe nach dem Handelsstart in New York die im Tagesverlauf errungenen Gewinne nicht zu verteidigen vermocht, heisst es im Handel. Nach einem Tageshoch bei 0,9152 fiel das Währungspaar scharf bis auf 0,9098 im Tief. Zum Berichtszeitpunkt kostet der US-Dollar 0,9122 Franken und damit im Tagesvergleich kaum verändert. Der Euro hält sich derweil bei 1,2062 Franken nach 1,2060 am frühen Nachmittag. Auch dieses Währungspaar bewege sich weiter in einem engen Handelsband, sagten Beobachter.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.656,75 (Vortag: 1.661,50) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 39.450,00 (39.730,00) Euro.

(awp/mc/pg)

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