Euro hält sich stabil unter Marke von 1,40 Dollar

Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch weiter unter der Marke von 1,40 US-Dollar gehalten. Erstmals seit der verheerenden Erbebenkatastrophe vom vergangenen Freitag sprechen Händler von einem etwas ruhigeren Handel ohne nervöse Kursausschläge an den Devisenmärkten.

Im Nachmittagshandel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3925 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3951 (Dienstag: 1,3884) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7168 (0,7203) Euro.

Anleger bleiben risikoscheu
Die Zuspitzung der Atomkrise in Japan scheint bisher keinen grösseren Einfluss auf den Kurs des Euro zu haben, sagte der Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. Die Anleger an den Finanzmärkten würden weiterhin das Risiko scheuen, und der Euro bewege sich in einer einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Auch die ersten Hinweise der US-Notenbank auf einer veränderte Haltung bei der Bewertung der Inflationsgefahr in den USA habe den Eurokurs im Handel mit dem Dollar kaum bewegen können.

Portugal-Abstufung bewegt kaum
Eine ähnlich zurückhaltende Reaktion zeigte der Markt auch auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Eurolandes Portugal durch die Ratingagentur Moody’s. Moody’s hatte Portugal gleich um zwei Stufen von „A1“ auf „A3“ gesenkt. Die Agentur habe so mit einiger Verzögerung eine Bewertung nachgezogen, die zuvor schon von der Ratingagentur Standard & Poor’s vorgenommen wurde, sagte Karpowitz. Daher habe der Kurs des Euro nach der erneuten Herabstufung Portugals keine nennenswerten Kursausschläge gezeigt.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86730 (Dienstag 0,86740) britische Pfund , 112,43 (112,39) japanische Yen und 1,2755 (1,2756) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.402,00 (1.400,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31.690,00 (32.260,00) Euro. (awp/mc/ps)

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