Euro zum Dollar gestiegen – Entspannung in der Ukraine

Euro zum Dollar gestiegen – Entspannung in der Ukraine

Frankfurt am Main –  Nach Hoffnungszeichen im Ukraine-Konflikt ist der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar am Mittwoch gestiegen. Hingegen hat der Dollar zum Schweizer Franken zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3135 USD gehandelt. In der Nacht hatte der Euro noch 1,3122 USD gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,3151 (Dienstag: 1,3115) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7604 (0,7625) Euro.

„Meldungen über einen angeblichen Waffenstillstand in der Ukraine haben den Euro nach oben getrieben“, sagte Stephan Rieke Devisenexperte bei der BHF-Bank. Nach fast sechsmonatigen Kämpfen im Konfliktgebiet Ostukraine hat sich der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Kiew überraschend zu einer Waffenruhe bereit erklärt. In einem Telefonat mit Kreml-Chef Wladimir Putin habe er Schritte für eine Waffenruhe erörtert, sagte Poroschenko. Ein Kreml-Sprecher sprach von einer „bedeutenden Annäherung“. „Die Lage in der Ukraine bleibt aber unübersichtlich und die Auswirkungen auf den Eurokurs waren nicht sehr gross“, sagte Rieke.

Gesunkene Erwartungen an EZB-Sitzung
„Ein weiterer Grund für die jüngste Stabilisierung des Euro seien die gesunkenen Erwartungen an die EZB-Sitzung“, sagte Rieke. Eine weitere Lockerung der Geldpolitik bereits an diesem Donnerstag gelte zunehmend als unwahrscheinlich. „Die EZB werde wohl zunächst die Wirkung der bisherigen Instrumente abwarten.“ EZB-Präsident Mario Draghi werde jedoch versuchen durch seine Wortwahl den Druck auf den Euro aufrechtzuerhalten, sagte Rieke. Ein schwächerer Euro würde insbesondere den schwächeren Euro-Staaten das Exportgeschäft erleichtern. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79855 (0,79330) britische Pfund, 138,11 (137,63) japanische Yen und 1,2078 (1,2072) Schweizer Franken fest.

Euro weiter unter 1,21 CHF
Gegenüber dem Schweizer Franken vermochte der Euro indessen nicht zuzulegen und notierte zur Berichtszeit mit 1,2072, nach 1,2078 um Mittag bzw. 1,2069 vor Tagesfrist. Hingegen zog der US-Dollar zum Franken auf 0,9191 an, nach 0,9180.  Die Feinunze Gold wurde in London mit 1’265,50 (1’267,00) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30’530,00 (30’810,00) Euro.(awp/mc/ps/cs)

 

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