Euro legt zu – Zuversicht in Griechenland steigt

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Frankfurt am Main – Der Kurs der Euro ist am Donnerstag angesichts steigender Hoffnungen auf ein Gelingen der Umschuldung in Griechenland deutlich gestiegen. Ein etwas optimistischeres Konjunkturszenario der Europäischen Zentralbank (EZB) unterstützte die Gemeinschaftswährung zusätzlich. Im Nachmittagshandel erreichte der Euro ein Tageshoch bei 1,3274 US-Dollar und wurde damit rund einen Cent höher gehandelt als am Vortag. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3242 (Mittwoch: 1,3120) Dollar festgesetzt.

Die Furcht vor einer Chaos-Insolvenz in Griechenland ist deutlich gesunken. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums sagte der Nachrichtenagentur dpa, man sei sich sicher, dass die Beteiligungsquote von mindestens 75 Prozent zustande kommt. Damit hätte Athen die Option, den unwilligen Teil seiner Gläubiger zum Forderungsverzicht zu zwingen. Das wäre zwar nicht der Idealfall und würde aller Wahrscheinlichkeit Kreditausfallversicherungen auslösen. An den Finanzmärkten überwiegt jedoch die Freude darüber, dass zumindest der unkontrollierte Staatsbankrott abgewendet scheint.

EZB belässt Leitzins unverändert

Am Nachmittag stand mit dem EZB-Zinsentscheid ein weiteres marktbewegendes Top-Thema im Fokus. Notenbankchef Mario Draghi liess den Leitzins wie erwartet unverändert, sorgte aber dennoch für positive Reaktionen am Devisenmarkt. Der Grund: Er sparte sich beim Konjunkturausblick diesmal die Betonung einer «erhöhten Unsicherheit» und zeigte sich deutlich zuversichtlicher als noch im Januar und Februar. Nach Einschätzung der Berenberg Bank ist die EZB zufrieden mit ihren bisherigen Massnahmen. «Weitere Zinssenkungen oder Langfristtender sind nicht mehr zu erwarten», sagte Chefökonom Holger Schmieding.

Euro zum Franken kaum bewegt
Gegenüber dem Schweizer Franken zeigte sich der Euro wenig verändert. Nach einem kurzfristigen Rückgang auf 1,2048 CHF am Nachmittag kostet er aktuell wieder 1,2056 CHF und damit fast so viel wie am Mittag, als er zu 1,2057 CHF gehandelt wurde. Der US-Dollar blieb wie am Morgen auch am Nachmittag unter Druck und schwächte sich zwischenzeitlich bis auf 0,9078 CHF ab. Aktuell wird der Greenback zu 0,9089 CHF gehandelt verglichen mit 0,9117 CHF am Mittag.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1690.00 (Vortag: 1.677,50) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 40.710,00 (40.490,00) Euro. (awp/mc/ps)

EZB-Referenzkurse

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