Euro steigt zum Franken an der 1,08-Marke

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(Foto: fox17 - Fotolia.com)

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Frankfurt am Main – Die Ablehnung des neuen griechischen Hilfsantrags durch den deutschen Finanzminister hat den Eurokurs am Donnerstag unter die Marke von 1,14 US-Dollar gedrückt. Am späten Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1387 Dollar nach 1,1373 USD am Mittag gehandelt. Gegenüber dem Schweizer Franken ist der Euro mit 1,0791 nach 1,0784 am Mittag indes weiter angestiegen. Der US-Dollar geht derweil für 0,9476 CHF nach 0,9482 am Morgen um.

Berichte, nach denen die griechischen Regierung einen Hilfsantrag an die Finanzminister der Eurozone geschickt habe, hatten den Eurokurs zunächst beflügelt. «Die Märkte konnten jedoch nur kurzzeitige heile Welt spielen», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF Bank. Denn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnte den Antrag brüsk ab. «Der Brief aus Athen ist kein substanzieller Lösungsvorschlag», sagte sein Sprecher Martin Jäger.

«Die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland den Euroraum jetzt verlassen wird, liegt über 50 Prozent», sagte Rieke. Schäuble habe sich selten so «ätzend» geäussert. Insgesamt bleibe der Devisenmarkt jedoch gelassen. Ein Austritt Griechenlands werde nicht mehr als grosses Risiko für die gesamte Eurozone wahrgenommen. Dazu trage auch das Ende Januar beschlossene Anleihekaufprogramm der EZB, aber auch die zuletzt günstigere Konjunkturentwicklung bei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7379 (0,7372) GBP und 135,52 (135,69) JPY fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1209,50 (1206,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 800,00 (33 490,00) Euro. (awp/mc/pg)

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