Euro fällt zum Dollar leicht – Pfund stark unter Druck

Euro fällt zum Dollar leicht – Pfund stark unter Druck
(Bild: © Delphimages - Fotolia.com)

(Bild: © Delphimages – Fotolia.com)

Frankfurt am Main – Der Eurokurs hat am Montag trotz robuster Konjunkturdaten aus Deutschland etwas schwächer tendiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2946 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch 1,2959 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2947 (Freitag: 1,2948) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7724 (0,7723) Euro.

Der Eurokurs stieg nach starken deutschen Handelsbilanzzahlen nur vorübergehend. In absoluten Zahlen erreichten die Ausfuhren einen Rekordwert von 101 Mrd EUR. Analysten kommentierten die Zahlen positiv, wiesen aber auch auf die hohe Schwankungsanfälligkeit monatlich erhobener Daten hin. Der Euro geriet nach einem kurzen Anstieg wieder unter Druck. Die Anleger spekulieren laut Esther Reichelt Devisenexpertin der Commerzbank auf einen weiter fallenden Eurokurs. Die überraschende Zinssenkung der EZB vom vergangenen Donnerstag dürfte diese Entwicklung noch verstärkt haben. „Vorerst scheint niemand mehr an einen steigenden Eurokurs zu glauben“, kommentierte Reichelt.

Welche Währung hätte ein unabhängiges Schottland?
Das britische Pfund geriet unterdessen deutlich unter Druck, nachdem eine am Wochenende veröffentlichte Umfrage erstmals eine Mehrheit für eine Abspaltung Schottlands von Grossbritannien ergeben hatte. Bis vor kurzem waren die Befürworter laut Umfragen noch in der Minderheit. „Damit steht aber nicht nur die britische Union von 1707 zur Disposition, sondern es stellt sich auch die Frage nach der Währung“, kommentierte Christian Apelt, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dies sorge für Verunsicherung, da nicht klar sei, welche Währung Schottland künftig haben werde. Der Eurokurs stieg am Montag über die Marke von 0,80 Pfund, nachdem er am Freitag noch bei 0,7930 Pfund notiert hatte. Den Referenzkurs zum Pfund legte die EZB auf 0,80234 (Freitag: 0,79455) Pfund fest.

Zum Schweizer Franken erholte sich das Britische Pfund am Montagnachmittag wieder etwas, notiert mit aktuell 1,5069 CHF aber immer noch deutlich unter dem Freitagsschlusskurs von über 1,52 CHF.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 136,32 (136,27) japanische Yen und 1,2069 (1,2064) Schweizer Franken fest.

Aktuell kostet ein Euro 1,2061 CHF und damit fast gleich viel wie am frühen Nachmittag. Der US-Dollar zeigt sich mit 0,9316 CHF ebenfalls praktisch unverändert.

Die Feinunze Gold wurde in London mit 1259,00 (1266,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30’970,00 (30’850,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.