Euro bricht Erholung ab

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Euro ist am Freitag mit Verlusten in das Wochenende gegangen. Nach einer überwiegend festen Tendenz brach die Gemeinschaftswährung am Nachmittag ihre Erholung ab. Im Tief rutschte der Euro auf 1,3006 Dollar. Das war ein Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3080 (Donnerstag: 1,3032) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7645 (0,7673) Euro.

Auslöser für die Verluste im Nachmittagshandel waren Konjunkturdaten aus den USA. Die Verbraucherstimmung, erhoben von der Uni Michigan, hatte zwar leicht nachgegeben. Sie hielt sich aber in der Nähe ihres zuvor erreichten sechsjährigen Höchststandes. Dies spricht dafür, dass der private Verbrauch im Jahresverlauf eine wichtige Stütze der US-Konjunktur bleiben wird.

Fed-Vertreter beruhigen
Robuste Fundamentaldaten stützen den Dollar, weil die amerikanische Notenbank Fed ihre expansive Geldpolitik nur dann zurücknehmen will, wenn sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt. Andernfalls könnten die milliardenschweren Wertpapierkäufe verlängert und sogar mit höherem Tempo durchgeführt werden, wie Fed-Vizechef William Dudley am Donnerstag gesagt hatte.

Flächendeckender Kauf von Staatsanleihen
Für Aufsehen sorgte am Freitag ein Zeitungsbericht zur europäischen Geldpolitik. Die «Süddeutsche Zeitung» will erfahren haben, dass innerhalb der EZB über einen flächendeckenden Kauf von Staatsanleihen als Alternative zu dem umstrittenen Kaufprogramm OMT nachgedacht wird. Hintergrund sei die gegenwärtige Prüfung des OMT durch das Bundesverfassungsgericht. Die Notenbank dementierte den Bericht. Experten wie Marco Valli, Europa-Chefökonom der Grossbank Unicredit, halten breitangelegte Anleihekäufe durch die EZB gegenwärtig für sehr unwahrscheinlich.

Zum Franken etwas schwächer
Der Euro hat zum Schweizer Franken wieder etwas eingebüsst und notiert aktuell mit 1,2307 CHF nach 1,2348 am Mittag. Dagegen stieg der der US-Dollar leicht auf 0,9462 CHF nach zuvor 0,9453.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85720 (0,85310) britische Pfund , 129,39 (127,93) japanische Yen und 1,2338 (1,2326) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.192,00 (1.232,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.120,00 (29.930,00) Euro. (awp/mc/pg)

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