Euro steigt in Richtung 1,38 Dollar

Euro, Eurokurs, Devisen

Frankfurt am Main – Der Euro ist am Mittwoch in Richtung 1,38 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung in der Spitze 1,3787 Dollar und damit rund einen Cent mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3731 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7283 Euro.

«Der Euro wird zurzeit durch Aussagen aus den Reihen der EZB gestützt», sagte Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Vor allem die steigenden Ölpreise bereiten den Währungshütern offenbar zusehends Sorge, wie aus jüngsten Äusserungen ranghoher EZB-Vertreter hervorgeht. Neben Rohöl haben sich zuletzt auch andere Rohstoffe spürbar verteuert. Dies könnte darauf hindeuten, dass der jüngste Preisschub im Währungsraum möglicherweise doch länger anhält, was die EZB zu Zinserhöhungen zwingen könnte.

Anleger steuern Dollar an
«Begrenzt werden die Gewinne des Euro von der angespannten Lage in vielen arabischen Staaten, allen voran in Libyen», ergänzte Wortberg. In einem derart unsicheren Umfeld neigen viele Anleger dazu, einen «sicheren Hafen» wie den Dollar anzusteuern. «Konjunkturdaten spielen am Devisenmarkt derzeit eine eher untergeordnete Rolle», sagte Wortberg.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84590 (0,84584) britische Pfund, 113,69 (113,63) japanische Yen und 1,2853 (1,28424) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.409,25 (1.401,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.310,00 (32.390,00) Euro. (awp/mc/ss)

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