Euro profitiert nur vorübergehend von Spanien-Hilfe

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Frankfurt am Main – Der Eurokurs hat am Montag nur vorübergehend von der Einigung auf ein Hilfsangebot für Spanien profitiert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2509 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Eurokurs noch bis auf 1,2667 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2544 (Freitag: 1,2468) Dollar festgesetzt.

Die Euro-Finanzminister hatten Spanien für seine angeschlagenen Banken am Samstag bis zu 100 Milliarden Euro zugesagt. Die Entscheidung hatte jedoch nur in der Nacht zum Montag für Kursgewinne beim Euro gesorgt. «Trotz aller Kritik an den Einzelheiten wird die Entscheidung der Finanzminister jedoch zu einer Beruhigung beigetragen», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Damit könnte es gelingen, die Probleme im Bankensektor zu begrenzen. Noch fürchten einige Ökonomen, dass die Schuldenkrise jetzt auch auf das noch grössere Italien übergreifen könnte.

Warten auf Griechenland
«Entscheidend sind jetzt die am Sonntag anstehenden Parlamentswahlen in Griechenland», sagte Rieke. Bis dahin dürfte die Unsicherheit, ob Griechenland in der Eurozone bleibt, die Märkte beunruhigen. Da der Euro bereits in den vergangenen Woche stark verloren habe, rechnet Rieke zunächst nicht mehr mit weiteren Kursverlusten. Es sei zunächst wichtig, dass der Euro über der Marke von 1,25 Dollar bleibe, sagte Rieke. Konflikte in Griechenland um den Verbleib des Eurozone könnten den Euro dann ab der nächsten Woche weiter belasten.

Euro nur knapp über CHF-Mindestgrenze
Zum Schweizer Franken liegt der Euro knapp über der von der Schweizerischen Nationalbank festgelegten Untergrenze von 1,20. Die Gemeinschaftswährung hat sich zu Handelsstart mit den Nachrichten um die Rettung des Bankensystems in Spanien etwas Luft verschafft und ist bis auf 1,2018 CHF geklettert. In der Folge schwächte sich die Erholung aber ab und zum Berichtszeitpunkt kostet ein Euro 1,2010 CHF.

Der US-Dollar hat sich zum Franken nachhaltiger erholt gezeigt und kontinuierlich an Wert gewonnen. nach Kursen von rund 0,95 zu Handelsstart notiert der Dollar aktuell mit 0,9601 CHF auf Tageshöchstniveau.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80770 (0,80795) britische Pfund, 99,60 (98,90) japanische Yen und 1,2010 (1,2012) Schweizer Franken fest.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.584,00 (Vortag:1.576,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 39.960,00 (39.980,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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