Devisen: Sehr volatil – Hoffnungen auf Einigung mit Griechenland

Devisen: Sehr volatil – Hoffnungen auf Einigung mit Griechenland

Frankfurt – Neue Hoffnungen auf einen Durchbruch im griechischen Schuldenstreit lassen den Euro sowie den US-Dollar zum Schweizer Franken im Verlauf des Montagnachmittags sehr stark schwanken. Im Nachmittagsverlauf bewegten sich die Währungspaare in grossen Bandbreiten auf und ab. Der Euro kostet zurzeit 1,0460 CHF nach 1,0448 CHF um die Mittagszeit. Zwischenzeitlich war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0481 CHF hochgeschossen, und kurz davor noch bis auf 1,0411 CHF abgestürzt.

Der US-Dollar geht aktuell zu 0,9176 CHF nach 0,9203 CHF um die Mittagszeit. Auch hier wurde zwischenzeitlich ein weites Feld durchschritten: Im Hoch wurden 0,9227 CHF markiert, im Tief 0,9157 CHF.

Der Euro kostet am späten Nachmittag nach einer Berg- und Talfahrt 1,1398 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1345 (Freitag: 1,1299) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8814 (0,8850) Euro.

Einigung mit Athen Ende dieser Woche?
„In griechischen Schuldenstreit ist nach einem neuen Angebot die Erwartung an eine Lösung gestiegen“, sagte Stephan Rieke Devisenexperte von der BHF-Bank. Neue Vorschläge der griechischen Regierung wurden von mehreren Seiten als gute Verhandlungsbasis gewertet. „Ich gehe davon aus, dass wir diese Woche eine Einigung mit Griechenland finden werden. Das wird nicht einfach sein“, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. An diesem Donnerstag findet erneut ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone statt.

Der Devisenmarkt ist mit Blick auf eine mögliche Einigung aber keineswegs euphorisch. „Viele Devisenhändler fürchten einen faulen Kompromiss“, sagte Rieke. Dieser könnte die Eurozone insgesamt schwächen. „Einige Anleger sehen in einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone eine Stärkung der Währungsunion.“ So war der Euro im frühen Handel um rund einen Cent gefallen und notierte zeitweise nur bei 1,1312 Dollar. Am Nachmittag setzten sich am Devisenmarkt dann jedoch die Optimisten durch und der Euro stieg zeitweise bis auf 1,1405 Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71690 (0,71340) britische Pfund, 139,80 (139,19) japanische Yen und 1,0435 (1,0449) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1185,50 (1203,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 280,00 (33 470,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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