Eurokurs gefallen – EZB-Aussagen und Ukraine-Krise belasten

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Kurs des Euro ist am Montag merklich gefallen. Die Aussicht auf eine möglicherweise noch lockere Geldpolitik in der Eurozone habe den Euro unter Druck gebracht, sagten Experten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3816 US-Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,39 Dollar notiert.

„Vor allem die Warnungen vor einem steigenden Euro-Wechselkurs durch EZB-Vertreter haben belastet“, sagte Johannes Jander, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Ein anhaltender Kursanstieg würde eine weitere geldpolitische Lockerung erfordern, hatte EZB-Präsident Mario Draghi am Samstag in Washington gesagt. Breit angelegte Anleihekäufe zur Schwächung des Euro sind so laut Jander wahrscheinlicher geworden. Ein weiterer Anstieg des Euro würde die schon sehr niedrige Inflationsrate weiter drücken und zudem auch die Konjunktur belasten. Anleihekäufe sind aber sehr umstritten. Jander erwartet daher, dass Draghi zunächst weiter durch verbale Aussagen versuchen wird, den Euro zu schwächen.

Dollar profitiert von besser als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätzen
„Die Krise in der Ukraine hat zudem die Unsicherheit erhöht und auf den Euro gedrückt“, sagte Jander. Trotz eines angedrohten Anti-Terror-Einsatzes haben prorussische Separatisten in der Ostukraine ein Ultimatum der Regierung in Kiew verstreichen lassen. Der Dollar profitierte zudem von besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze in den USA. Die Einzelhandelsumsätze waren im März so stark gestiegen wie seit September 2012 nicht mehr.

Euro zum Franken seitwärts
Am Markt tendierte die Gemeinschaftswährung zum Schweizer Franken bis am Nachmittag weitgehend seitwärts und ein Euro kostet aktuell 1,2145 nach 1,2149 CHF am Mittag. Der US-Dollar legte derweil zum Franken leicht zu und wird mit 0,8790 nach zuvor 0,8785 CHF gehandelt. Zeitweise lag der Greenback auch schon knapp über der 0,88-CHF-Marke.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3827 (Freitag: 1,3872) Dollar festgesetzt. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82740 (0,82910) britische Pfund, 140,87 (140,69) japanische Yen und 1,2154 (1,2161) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1325,75 (1318,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30’290,00 (30’000,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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