Euro gibt einen Teil seiner Wochengewinne ab

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Der Euro hat am Freitag einen Teil seiner kräftigen Gewinne seit Wochenbeginn abgegeben. Händler verwiesen auf die Euro-Schuldenkrise, die den Investoren wieder etwas stärker auf die Stimmung schlägt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2510 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf auf 1,2507 (Donnerstag: 1,2552) Dollar festgesetzt.

«Viele Marktteilnehmer scheinen bereits auf die erste Septemberhälfte zu blicken, wenn eine Reihe wichtiger Ereignisse ansteht», sagte Devisenexpertin Jana Meier von HSBC Trinkaus. Im kommenden Monat wird das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung zum Euro-Rettungsfonds ESM verkünden. Darüber hinaus wird im September ein wichtiger Zwischenbericht zur Lage in Griechenland erwartet. Der Troika-Bericht von EU, Internationalem Währungsfonds und EZB wird darüber entscheiden, ob Athen durch seine europäischen Partnerstaaten weiterhin finanzielle Unterstützung erhält.

Anzeichen auf Intervention der EZB verdichten sich
In der Wochenbilanz lag der Euro am Freitag hingegen deutlich mit etwa zwei Cent im Plus. Experten nennen dafür im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen verdichten sich die Anzeichen, dass die EZB bald umfassend am europäischen Anleihemarkt intervenieren wird. Dies könnte finanzschwachen Euroländern Zeit erkaufen, um ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen und Reformen umzusetzen, argumentieren Befürworter des Konzepts. Zum anderen war der Dollar zur Wochenmitte deutlich unter Druck geraten, nachdem die amerikanische Notenbank Fed eine abermalige geldpolitische Lockerung signalisiert hatte. Der Euro konnte im Gegenzug profitieren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78960 (0,79110) britische Pfund, 98,16 (98,68) japanische Yen und 1,2009 (1,2010) Schweizer Franken fest.

Franken zum Dollar stabil
Der Schweizer Franken zeigt sich zum US-Dollar stabil. Am späten Nachmittag wird der Dollar zu 0,9594 CHF gehandelt, nach 0,9593 am Nachmittag. Der Euro kostet unverändert 1,2009 CHF.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.667,00 (Vortag: 1.665,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 42. (awp/mc/pg)

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