Aussagen von Draghi drücken Euro unter 1,08 USD

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt – Der Euro ist am Donnerstag mit der Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) kräftig gefallen. Am Nachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,08 USD, konnte sich aber wieder etwas erholen und stand zuletzt bei 1,0824 Dollar. Zum Schweizer Franken fiel der Euro ebenfalls leicht, steht aktuell aber wieder bei 1,0947 CHF und damit auf ähnlichem Niveau wie am Morgen. Ein US-Dollar wird mit 1,0115 CHF deutlich teurer gehandelt als am Morgen bei 1,0029 CHF.

Der entscheidende Impuls für den Handel am Devisenmarkt erfolgte am Nachmittag mit Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi. Die Notenbank hatte zwar an ihrer Zinssitzung am Donnerstag die Geldpolitik nicht verändert, dafür aber eine weitere Lockerung im Kampf gegen die zu niedrige Inflation im März in Aussicht gestellt. Die EZB könnte noch weitere Lockerungen vornehmen, sagte Draghi. «Unsere Geldpolitik kennt innerhalb unseres Mandats keine technischen Grenzen.»

«Geldpolitische Taube»
«EZB-Präsident Draghi bleibt seinem Ruf als geldpolitische Taube gerecht und hält die Tür für weitere Lockerungsmassnahmen offen», kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die Aussagen Draghis. Falls die EZB auf ihrer nächsten Zinssitzung im März die Geldpolitik tatsächlich weiter lockern will, erwarten Experten gemeinhin zwei mögliche Massnahmen: höhere Strafzinses für Geschäftsbanken, die Geld bei der EZB parken, und eine Ausweitung des Kaufprogramms für Wertpapiere.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,77182 (0,77000) britische Pfund und 127,43 (127,28) japanische Yen fest.

Ein Kilogramm Gold kostete 31 840,00 (31 600,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1096,50 (1101,75) Dollar gefixt. (awp/mc/upd/ps)

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