Euro hält sich über 1,30 Dollar

Euro hält sich über 1,30 Dollar

Frankfurt – Der Euro hat am Mittwoch zwischenzeitliche Gewinne nicht halten können. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3086 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Zeitweise hatte der Euro Auftrieb von enttäuschend aufgenommenen Arbeitsmarktdaten aus den USA erhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3067 (Dienstag: 1,3092) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7653 (0,7638) Euro.

Zum Schweizer Franken tendierte der Euro am Nachmittag schwächer. Derzeit kostet ein Euro 1,2348 CHF verglichen mit 1,2371 CHF am Mittag. Terrain zum Franken eingebüsst hat auch der US-Dollar, der derzeit zu 0,9433 CHF nach 0,9472 CHF am Mittag gehandelt wird.

Grosse Wirkung von Konjunkturdaten
Wichtigste Triebfeder der Wechselkurse bleibt die Geldpolitik der Notenbanken. Weil Konjunkturdaten darauf einen grossen Einfluss haben, kommt ihnen eine grössere Bedeutung zu als noch vor wenigen Monaten. Zur Wochenmitte wurde der Euro zunächst von Zahlen aus dem Währungsraum belastet. Zwar hellte sich die Stimmung der europäischen Dienstleister im Monatsvergleich auf, im längeren Vergleich bleibt sie aber schlecht. Zudem wurden die Markterwartungen verfehlt.

Besonders grosse Wirkung auf die Devisenkurse haben gegenwärtig amerikanische Konjunkturdaten. Sie geben einen Hinweis darauf, wann die US-Notenbank Fed ihre sehr lockere Geldpolitik ein Stück weit straffen könnte. Am Mittwoch sorgten Arbeitsmarktzahlen des Dienstleisters ADP für leichte Enttäuschung, weil der Stellenaufbau im Privatsektor hinter den Erwartungen zurückblieb. Am Freitag wird die Regierung in Washington ihren monatlichen Jobbericht vorlegen, der wegen der starken Ausrichtung der amerikanischen Geldpolitik auf den Arbeitsmarkt spannend erwartet wird.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.404,00 (1.399,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.800,00 (34.010,00) Euro.(awp/mc/cs)

EZB-Referenzkurse

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