Euro springt deutlich über 1,30 US-Dollar

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Frankfurt am Main – Überraschend gute Konjunkturdaten aus der Eurozone und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA haben den Euro am Donnerstag deutlich über 1,30 US-Dollar getrieben. Im Nachmittagshandel stieg die Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,3061 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit fast drei Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2944 (Mittwoch: 1,2952) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7726 (0,7721) Euro.

In der Eurozone hatte sich die Wirtschaftsstimmung nach einigen Rückschlägen wieder aufgehellt. Besonders deutlich verbesserte sich die Stimmung in Euro-Krisenländern wie Griechenland, Italien oder Portugal. Am späten Vormittag gab es für den Euro zusätzlich Rückenwind durch eine erfolgreiche Auktion von Staatsanleihen in Italien. Trotz eines leichten Anstiegs der Zinssätze konnte sich das Euro-Krisenland zu vergleichbar günstigen Konditionen frisches Geld am Finanzmarkt beschaffen.

Konjunkturdaten aus den USA werden negativ aufgenommen
Kräftigen Auftrieb für den Euro gab es am Nachmittag auch von enttäuschenden US-Konjunkturdaten. Die Regierung in Washington hatte das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal leicht nach unten revidiert. Ausserdem gab es zuletzt mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. Bereits am Vortag hatten Aussagen führender Notenbanker dem Euro Auftrieb verliehen. In der Europäischen Zentralbank scheint sich demnach die Einschätzung durchzusetzen, dass eine weitere geldpolitische Lockerung im Kampf gegen die Folgen der Euro-Schuldenkrise vorerst nicht notwendig sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85570 (0,85695) britische Pfund , 131,70 (130,90) japanische Yen und 1,2487 (1,2480) Schweizer Franken fest.

Franken legt leicht zu
Bis in den späteren Nachmittagshandel legt der Schweizer Franken allerdings ebenfalls zu. Zur Berichtszeit notieren die Währungspaare USD/CHF zbw. EUR/CHF so mit 0,9539 bzw. 1,2449 im Vergleich zu 0,9597 bzw. 1,2462 am frühen Nachmittag.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1’413,50 (Vortag: 1’382,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33’950,00 (33’950,00) Euro. (awp/mc/pg)

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