Euro leichter

Euro, Eurokurs, Devisen

Frankfurt am Main – Die weiter ungeklärte Lage im hochverschuldeten Griechenland hat den Euro am Freitag leicht unter Druck gebracht. Obwohl sich die griechischen Regierungsparteien endlich auf neue Sparmassnahmen geeinigt haben, dämpfen die Euro-Partner die Hoffnung auf eine schnelle Milliardenhilfen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3257 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch bis zu 1,3291 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3288 (Mittwoch: 1,3274) Dollar festgesetzt.

Die internationalen Geldgeber fordern von Griechenland weitere Zugeständnisse. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte, dass Griechenland seine Sparziele sonst verpassen werde. Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker sagte, man werde sich nicht weiter mit Versprechungen zufrieden geben. Um das im Grundsatz vereinbarte 130-Milliarden-Euro-Hilfspaket zu bekommen, muss Griechenland innerhalb der nächsten Woche neue Auflagen erfüllen.

Zum Franken wieder unter 1,21
Zum Franken gab der Euro ebenfalls weiter leicht nach und fiel zum Mittag auf 1,2094 CHF nach 1,2098 am Morgen. Sollte die Gemeinschaftswährung unter 1,2085 CHF fallen, kann es laut der ZKB weiter bis 1,2040 nach unten gehen. Erst über 1,2135 CHF sei eine Bewegung bis auf 1,22 CHF möglich. Insgesamt dürfte sich das Währungspaar aber zunächst in einer recht engen Spanne bewegen, so die Experten.

Der Dollar rangiert weiter unterhalb des Widerstands bei 0,9150 und kostete gegen Mittag 0,9127 nach 0,9123 CHF am Morgen. Solange diese Marke nicht geknackt werde, gebe es Chancen für eine Abwärtsbewegung des Greenback, heisst es von der ZKB. Auf eine erste Unterstützung treffe der Dollar bei 0,9065 CHF.  (awp/mc/pg)

EZB-Referenzkurse

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