Euro steigt über 1,43 Dollar

Frankfurt am Main – Der Euro hat am Dienstag wieder deutlich die Marke von 1,43 Dollar übersprungen und damit die Erholung vom Wochenbeginn fortgesetzt. Über weite Strecken des Handels war allerdings keine klare Richtung erkennbar. So stieg die Gemeinschaftswährung bereits im frühen asiatischen Handel über 1,43 Dollar, sank im weiteren Verlauf dann aber bis auf 1,4234 Dollar.

Zuletzt kostete der Euro 1,4368 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4261 (Montag: 1,4205) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7012 (0,7040) Euro. Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank erklärte die Kursgewinne mit den jüngsten Konjunkturdaten. So war in Deutschland das GfK-Konsumklima besser als erwartet ausgefallen. In den USA seien die Daten zum Immobilienmarkt und zum Verbrauchervertrauen Conference Board dagegen wenig berauschend gewesen, so Praefcke.

«Trichets Äusserungen stützen den Euro»
Die Commerzbank-Expertin verwies ausserdem auf die jüngsten Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Dieser hatte in einer Rede in Amsterdam erneut bekräftigt, die Inflationsentwicklungen der Eurozone mit «erhöhter Wachsamkeit» zu verfolgen. Diese Formulierung signalisiert eine baldige Leitzinsanhebung. «Trichets Äusserungen stützen den Euro», sagt Praefcke. Ansonsten hänge aber Griechenland weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Die Unsicherheit sei vor der am Mittwoch erfolgenden Abstimmung im griechischen Parlament über das Sparpaket sehr hoch. Von der Annahme des Sparpakets hängt die Auszahlung einer weiteren Kredittranche von EU und IWF über zwölf Milliarden Euro ab. Ohne rasche Auszahlung des Geldes ist Griechenland pleite.

Gold wieder knapp unter 1’500 Dollar
Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.499,00 (1.498,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.260,00 (33.420,00) Euro.  (awp/mc/ps)

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