Euro weiter auf Talfahrt

Euro weiter auf Talfahrt

Frankfurt – Der Euro hat seine Talfahrt vom Vortag mit der Aussicht auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) fortgesetzt. Am Freitagnachmittag fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1025 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte August.

Auch zum Schweizer Franken musste die Gemeinschaftswährung am Nachmittag Verluste hinnehmen und fiel unter die 1,08-Marke. Sie sank um fast einen halben Rappen und kostete am späten Freitag-Nachmittag 1,0766 CHF. Im Tagesvergleich hat der Euro damit beinahe einen Rappen verloren. Dagegen konnte der US-Dollar zum Franken zulegen. Er stieg im Verlauf des Nachmittages auf 0,9764 CHF und hat damit seit dem Donnerstag-Abend einen halben Rappen gewonnen.

Kurzer Blick auf Draghis Arsenal
Seitdem EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstagnachmittag ein weiteres Öffnen der Geldschleusen wegen Konjunkturrisiken und einer zu niedrigen Inflation signalisiert hatte, ist der Kurs des Euro um etwa drei Cent gefallen. Die EZB hatte nach Einschätzung von Experten der Commerzbank „einen kurzen Blick auf ihr Arsenal gewährt, das ihr für weitere Lockerungen der Geldpolitik zur Verfügung steht“. Allein dies habe sich auch am Devisenmarkt „als ein Paukenschlag erwiesen“.

Die Aussicht, dass die EZB im Dezember ihr Kaufprogramm von Wertpapieren ausweiten könnte, wog am Devisenmarkt schwerer als überraschend positive Konjunkturdaten aus der Eurozone. Nur für kurze Zeit konnte der Euro zu einer leichten Kurserholung ansetzen, nachdem bekannt wurde, dass sich die Stimmung von Einkaufsmanagern im Oktober überraschend aufgehellt hatte. Volkswirte stellten daraufhin ein weiter moderates Wirtschaftswachstum in der Eurozone in Aussicht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71955 (0,73140) GBP und 133,80 (135,49) JPY fest.

Ein Kilogramm Gold kostete 33’320,00 (32’620,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1’161,25 (1’167,10) Dollar gefixt. (awp/mc/ps)


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