Euro baut Gewinne gegenüber Dollar aus

Frankfurt am Main – Der Euro hat seine auf Zinserhöhungsfantasie beruhenden Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar am Freitag im New Yorker Handel noch kräftig ausgebaut. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3685 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3627 Dollar festgesetzt.

Der Dollar kostete damit 0,7338 Euro. «Die Erwartung, dass die EZB ihre Zinsen bald anheben wird, sind nach Aussagen von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi gestiegen», sagte Stephan Rieke Devisenexperte bei der BHF-Bank. Vor allem steigende Rohstoffpreise könnten laut Bini Smaghi eine baldige Zinserhöhung notwendig machen. «Da die Wirtschaft sich schrittweise erholt und der Inflationsdruck steigt, muss die geldpolitische Lockerung überprüft und möglicherweise korrigiert werden», hatte der Italiener am Freitag gesagt. Die Geldpolitik müsse falls nötig auch vorbeugende Massnahmen ergreifen.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83950 (0,84090) britische Pfund , 113,62 (113,39) japanische Yen und 1,2973 (1,2973) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit (1.379,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.300,00 (32.100,00) Euro. (awp/mc/ps)

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