Europa-Verlauf: Anleger bleiben zuversichtlich – keine grossen Sprünge

Boerse

Paris / London – Europas wichtigsten Aktienmärkten ist am Mittwoch im Handelsverlauf etwas die Puste ausgegangen. Die Investoren hätten derzeit «wenig Appetit», den Markt nach oben zu treiben, bemerkte Analyst Neil Wilson von Markets.

Am Morgen hatten nachlassende Inflationsbefürchtungen und Hoffnungen auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik wie schon tags zuvor für Unterstützung gesorgt. Positive Vorgaben kamen zudem von den überwiegend festeren Börsen in Fernost.

Der EuroStoxx50 notierte am späten Vormittag noch 0,17 Prozent höher bei 4042,84 Punkten. Der französische Leitindex Cac-40 gewann 0,32 Prozent auf 6410,49 Punkte. Der britische FTSE 100 stieg um 0,07 Prozent auf 7034,50 Zähler.

Aus Branchensicht waren am Mittwoch vor allem Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor gefragt. Der Stoxx Europe 600 Travel & Leisure führte mit einem Plus von 1,1 Prozent die Gewinnerliste an. Am unteren Ende der Branchenskala waren Bankenwerte mit einem Verlust von 0,9 Prozent zu finden.

Unter den Einzelwerten dominierten mangels fundamentaler Nachrichten Analystenstudien die Kurse. So standen die Aktien des Glückspielkonzerns Flutter mit einem Anstieg um 2 Prozent ganz oben im EuroStoxx-50-Index. Zuvor hatten die Analysten der Grossbank HSBC die Flutter-Papiere von «Reduce» auf «Hold» hochgestuft.

Noch besser lief es für die Anteilsscheine von Croda International mit plus 2,7 Prozent auf 7024 Pence. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte die Papiere des britischen Spezialchemiekonzerns gleich um zwei Stufen von «Sell» auf «Buy» angehoben und das Kursziel auf 8000 Pence erhöht.

Die Danone-Titel büssten hingegen 1,1 Prozent auf 59,70 Euro ein und gehörten damit zu den schwächsten EuroStoxx-Werten. Die Privatbank Berenberg hatte die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns auf «Verkaufen» abgestuft und das Kursziel auf 55 Euro gesenkt. Ein Managementwechsel lasse häufig auf einen schnellen Wandel hoffen, im Fall Danone gebe es aber wohl keine schnellen Lösungsansätze, monierte Analyst James Targett. (awp/mc/pg)

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