Europa-Schluss: Verhaltener Wochenstart nach Kursrally

Boerse

Paris / London – Nach dem zuletzt guten Lauf der Börsen Europas haben es die Anleger am Montag etwas ruhiger angehen lassen. Der EuroStoxx50 verlor 0,24 Prozent auf 4352,53 Punkte, nachdem er vor dem Wochenende auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen war.

Für den französischen Cac-40-Index ging es um 0,10 Prozent auf 7047,48 Zähler nach oben. Der britische FTSE 100 sank um 0,05 Prozent auf 7300,40 Zähler.

Laut dem Marktanalysten Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes konsolidieren die Indizes auf hohem Niveau. Die Anleger harrten der weiteren Quartalszahlen, die in dieser Woche veröffentlicht würden, um herauszufinden, ob die Rally seit Anfang Oktober gerechtfertigt sei.

Favoriten im Branchentableau waren die Indizes der Rohstoff- und der Öl- und Gaswerte mit einem Plus von 1,4 beziehungsweise 0,9 Prozent. Die Ölpreise bauten ihre deutlichen Gewinne von vor dem Wochenende aus. Schlusslicht war der Sektor der Reise- und Freizeitwerte, der nach seinen Kursgewinnen vom Freitag nun um 1,1 Prozent nachgab.

Unten im EuroStoxx 50 waren die Anteile von Volkswagen mit minus 2,8 Prozent, nachdem Jefferies-Analyst Philippe Houchois sein Kaufvotum kassiert und die Aktien auf «Underperform» abgestuft hatte. Tesla sei zwar keine existenzielle Bedrohung, die Volkswagen-Aktien zu besitzen sei vor dem Hintergrund der starken Konkurrenz aber nicht attraktiv, schrieb der Experte. Die Wolfsburger seien zu komplex aufgestellt.

An der Index-Spitze gewannen die Papiere des irischen Baustoffkonzerns CRH 1,9 Prozent. Hier trieb das am Wochenende vom US-Kongress beschlossene Infrastrukturprogramm von Präsident Joe Biden.

Im Cac 40 büssten die Aktien des Mischkonzerns Bouygues 5,8 Prozent ein. Der Konzern will die Dienstleistungssparte Equans des französischen Energiekonzerns Engie zu einer Bewertung von 7,1 Milliarden Euro kaufen. Die Engie-Aktien schlossen mit plus 0,2 Prozent.

Die Aktien des Windkraftkonzerns Siemens Gamesa gewannen in Madrid fast neun Prozent. Die Analysten von Goldman Sachs und JPMorgan sahen einiges Positives in den auf den ersten Blick verhalten wirkenden Jahreszielen 2021/22. Diese hatten die Spanier auf der Telefonkonferenz am Freitag näher vorgestellt. (awp/mc/pg)

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