Europa-Schluss: EuroStoxx erstmals seit Corona-Crash über 3800 Punkte

Boerse

Paris / London – Der gute Lauf an den europäischen Börsen hat am Mittwoch seine Fortsetzung gefunden. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg erstmals seit dem Corona-Crash vor einem Jahr wieder über die Marke von 3800 Punkten. Er schloss auch darüber, und zwar mit plus 0,89 Prozent auf 3819,92 Punkten.

Für das französische Leitbarometer Cac 40 ging es um 1,11 Prozent hoch auf 5990,55 Punkte. In London dagegen wurde das Bild von fallenden Rohstoffwerten etwas getrübt, die dort ein bedeutendes Gewicht haben. Der FTSE 100 gab um 0,07 Prozent auf 6725,60 Punkte nach.

Laut Analyst Chris Hussey von Goldman Sachs herrscht derzeit am Markt wieder etwas mehr Optimismus hinsichtlich der Eindämmung der Pandemie. Zusätzliche US-Konjunkturhilfen sollen ausserdem am Mittwoch erneut das Repräsentantenhaus in Washington passieren. Die damit verbundene Hoffnung auf eine Wirtschaftsbelebung überwiege nun wieder die Furcht vor einer anziehenden Inflation, die seit Anfang Februar zu einem deutlichen Anstieg der Marktzinsen geführt und so zeitweise den Aktienmarkt belastet hatte.

Die zur Wochenmitte veröffentlichten Verbraucherpreiszahlen aus den USA erfüllten im Grossen und Ganzen die Erwartungen. Nach Einschätzung der Helaba scheint der Preisdruck zuzunehmen, schliesslich liege die Gesamtteuerungsrate auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. Grösser werden sollten die Inflationssorgen dennoch nicht, so Volkswirt Ulrich Wortberg. Er verwies darauf, dass die Teuerung mit erhöhten Energiekosten in Zusammenhang stehe, die Kernrate aber leicht gesunken sei. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug zuletzt 1,53 Prozent und bewegte sich damit klar unter ihrem unlängst erreichten Hoch von 1,61 Prozent. (awp/mc/ps)

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