Europa-Schluss: Anleger bleiben überwiegend zuversichtlich

Boerse

Paris / London – Die meisten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag an ihren freundlichen Wochenstart angeknüpft. Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 3521,50 Punkte. Der französische Cac 40 gewann 0,04 Prozent auf 5530,31 Punkte. Für den britischen FTSE 100 ging es hingegen um 0,28 Prozent auf 6513,32 Zähler abwärts.

Die Anleger setzten ihre Hoffnungen erneut auf einen positiven Ausgang der Brexit-Handelsgespräche und auf einen endgültigen Durchbruch in den Verhandlungen über das staatliche Corona-Hilfspaket in den USA. Unterstützung kam zudem von der Nachricht, dass der vom Mainzer Unternehmen Biontech in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelte Covid-19-Impfstoff nun schon vor Weihnachten in Europa zugelassen werden soll. Ursprünglich wollte die Europäische Arzneimittelbehörde Ema erst am 29. Dezember grünes Licht für den Impfstoff geben.

Die Aktien des Textilhändlers Inditex waren mit minus 2,5 Prozent schwächster Wert im EuroStoxx-50-Index. Der Konzern, zu dem unter anderem die Modeketten Zara, Bershka oder Massimo Dutti gehören, verbuchte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres infolge der Corona-Pandemie herbe Einbussen. So sackte der Gewinn unterm Strich um 75 Prozent ab. Die schwedische Hennes & Mauritz (H&M) meldete Umsatzzahlen zum abgelaufenen Quartal, die unter den Erwartungen lagen. Die Aktien büssten 2,9 Prozent ein.

ArcelorMittal gewannen nach einer Kaufempfehlung 7,3 Prozent. Die französische Grossbank Societe Generale hatte die Aktie des Stahlherstellers auf „Buy“ hochgestuft. Das Kursziel wurde auf 32,50 Euro angehoben und damit mehr als verdreifacht.

Die Anteile der Credit Suisse legten um rund 1,4 Prozent zu. Die Schweizer Grossbank hatte unter anderem ihr mittelfristiges Ziel für die Eigenkapitalrendite von 10 bis 12 Prozent bekräftigt.

Novartis büssten trotz positiver Studienergebnisse zum Augenmittel Beovu 1,9 Prozent ein. Einige Marktteilnehmer hätten wohl gehofft, dass sich das Mittel noch stärker von der Konkurrenz absetze, erklärte ein Börsianer die Verluste. (awp/mc/ps)

Euronext
Aktueller Stand Eurostoxx50 bei Google

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.