Europa-Verlauf: Inflationssorgen bremsen nach solider Börsenwoche

Boerse

Paris / London – Stagnierende Kurse haben am Freitagvormittag das Bild an den europäischen Börsen geprägt. Der EuroStoxx50 als Leitindex für die Eurozone trat mit 3979 Punkten quasi auf der Stelle und verharrte damit wie schon in den vergangenen Tagen knapp unter der 4000er Marke. Auf Wochensicht steht für das Kursbarometer ein Plus von knapp einem Prozent zu Buche. Die Aufwärtsbewegung vom späten März hat sich somit im April fortgesetzt.

Gebremst wurden die Kurse am letzten Handelstag der Woche von Inflationssorgen. So hat sich in China der Anstieg der Erzeugerpreise im März fortgesetzt. «Die Teuerung in China lastet auf der Stimmung», schrieb Analyst Pierre Veyret vom Handelshaus Activtrades. Angesichts steigender Kosten für Unternehmenskredite entschieden sich einige Anleger nun dafür, Kursgewinne einzustreichen.

In Paris lag der Leitindex Cac 40 mit 0,17 Prozent moderat im Plus bei 6176 Zählern. Der im Wochenverlauf kräftig gestiegene Londoner FTSE 100 Index gab um 0,3 Prozent auf 6920 Punkte nach.

Gemieden wurden vor allem Telekomaktien, der europäische Sektorindex verlor 0,8 Prozent. Favoriten der Anleger waren Papiere aus dem Gesundheitssektor , der um 0,5 Prozent zulegte.

An die Spitze des EuroStoxx 50 setzten sich die Aktien von Airbus mit einem Plus von knapp drei Prozent. Sie erreichten den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr, angetrieben laut Analysten von starken Auslieferungen im März.

In Zürich rückten Givaudan um 1,7 Prozent vor auf ein Hoch seit fünf Monaten. Die Grossbank UBS riet zum Kauf der Aktien des Aromen- und Duftstoffherstellers und erhöhte das Kursziel. Optisch mit 5 Prozent oder gut 20 Franken im Minus lagen Zurich , die Papiere des Versicherers handelten ex Dividende von 20 Franken je Aktie. (awp/mc/pg)

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