Europa-Schluss: Eurostoxx50 auf dem höchsten Stand seit 2008

Boerse

Paris / London – Nach ihrem jüngsten Kursrückschlag haben Europas Börsen am Montag wieder den Weg nach oben gefunden. Treiber war der Technologiesektor . Starke Auftragsdaten aus der deutschen Industrie trugen ebenfalls zur guten Stimmung bei. Das Handelsgeschehen war insgesamt ruhig, auch weil die richtungsweisenden US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen blieben.

Der EuroStoxx 50machte seine Verluste vom Freitag wett und erreichte im Verlauf ein weiteres Hoch seit 2008. Aus dem Handel ging der Leitindex der Eurozone etwas darunter mit plus 1,05 Prozent auf 4246,13 Punkte. Der französische Cac 40 rückte um 0,80 Prozent auf 6743,50 Zähler vor. Der britische FTSE 100 zog um 0,68 Prozent auf 7187,18 Zähler an.

Mit Blick auf den schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag setzte sich nun offenbar eine positive Lesart durch. Die US-Wirtschaft hatte im August mit einem schwachen Arbeitsplatzaufbau die Erwartungen enttäuscht, während die Löhne überraschend stark zugelegt hatten. Während am Freitag wohl die daraus resultierenden Konjunktursorgen die Wahrnehmung dominierten, richteten die Anleger mit etwas Bedenkzeit den Fokus nun stärker auf die andere Seite der Medaille: Eine weiterhin lockere US-Geldpolitik, die Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren wie etwa Anleihen begünstigt.

Der Technologiesektor setzte zum Wochenauftakt seine Rekordjagd fort und gewann als bester der Stoxx-600-Branchenübersicht rund 1,7 Prozent. Von einer lockeren Geldpolitik profitieren Aktien von Technologie-Unternehmen besonders. Sie können im Nullzins-Umfeld ihr Wachstum günstig finanzieren. Im EuroStoxx waren am Montag mit den Papieren von Siemens und des Chipindustrieausrüsters ASML auch zwei Technologiewerte vorne mit einem Zuwachs von fast drei beziehungsweise 2,7 Prozent. Siemens beendeten mit einem Rekordhoch den Handel. ASML hatten im Verlauf eine Bestmarke erreicht.

Die in Europa am Montag einzigen Branchen mit moderaten Verlusten waren Versorger , Immobilien sowie die Bauindustrie . Mit Iberdrola war eine Versorger-Aktie das Schlusslicht im EuroStoxx mit minus 1,3 Prozent.

Ein positiver Analystenkommentar beflügelte die Aktien des Rückversicherers Scor mit plus 2,6 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte sie hochgestuft und votiert nun mit «Overweight». (awp/mc/pg)

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