Europa-Schluss: Verluste – Inflationssorgen machen Anlegern zu schaffen

Boerse

Paris / London – Nach dem verhaltenen Wochenauftakt haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag merklich nachgegeben. Sie orientierten sich damit stärker an den deutlichen Verlusten an den chinesischen Finanzplätzen als an den guten Vorgaben der Wall Street. Zudem rückten Inflationssorgen wieder stärker in den Vordergrund, nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einem möglicherweise länger anhaltenden Preisauftrieb gewarnt hatte.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,92 Prozent auf 4064,83 Punkte. In Paris gab der Cac 40 um 0,71 Prozent auf 6531,92 Zähler nach. Der FTSE 100 in London sank um 0,42 Prozent auf 6996,08 Punkte.

«Es kommen immer wieder Wermutstropfen in den Markt», stellte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect fest. Vor allem die Entwicklung in China habe belastet. Zudem sorgte die anstehende zweitägige US-Notenbanksitzung für Zurückhaltung. «Wir erwarten, dass die US-Notenbank Federal Reserve im Nachgang zur Anhörung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell vor dem US-Kongress die Zinsen unverändert lässt», merkte Jens Franck, Leiter Portfoliomanagement bei dem Hamburger Anleihe-Spezialisten NordIX dazu an. «Erste Hinweise auf eine Normalisierung der Geldpolitik, also die Reduzierung der monatlichen Anleihen-Ankäufe (…) wird es vermutlich noch nicht geben.» (awp/mc/ps)

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