Europa-Schluss: Neue Hoffnung auf Covid-19-Impfstoff treibt an

Boerse

Paris – Die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen die Lungenkrankheit Covid-19 hat Europas Börsen zur Wochenmitte in die Höhe schnellen lassen. Der EuroStoxx 50 zog am Mittwoch um 1,71 Prozent auf 3378,21 Punkte an. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex der Eurozone fast die Marke von 3400 Punkten erreicht, die er zuletzt Anfang März gesehen hatte.

Auch an den grossen Länderbörsen ging es stark aufwärts. In Paris stieg der Leitindex Cac 40 um 2,03 Prozent auf 5108,98 Punkte und in London legte der FTSE 100 („Footsie“) um 1,83 Prozent auf 6292,65 Punkte zu.

Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna zeigt einer Studie zufolge nach ersten Tests ermutigende Ergebnisse. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten die Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, teilte das an der Studie beteiligte Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten mit. Finanzanalysten sprachen von erfreulichen Studiendaten.

In Zürich gewannen die Papiere des Chemie- und Biotech-Unternehmens Lonza 4,5 Prozent. Lonza und Moderna kooperieren bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenkrankheit.

Gesucht waren Aktien und Sektoren, die besonders von einem Impfstoff gegen Covid-19 profitieren würden. Der europäische Reise- und Freizeitsektor schnellte um 6,06 Prozent in die Höhe. Die Aktien von Air France-KLM gewannen 6,7 Prozent und die Papiere der britisch-spanischen Airline-Holding IAG knapp 11 Prozent. In EuroStoxx stiegen die Papiere des Flugzeugbauers Airbus um 4,6 Prozent und die des Zulieferers für die Flugzeughersteller Safran an der Index-Spitze um 6,7 Prozent.

Am EuroStoxx-Ende büssten die Anteilscheine von ASML 3,7 Prozent ein. Die hohen Erwartungen habe der Chipindustrie-Zulieferer beim Quartalsumsatz nicht treffen können, doch der Ausblick sei solide und besser als gedacht, sagte ein Händler. Wie abzusehen sei der Auftragseingang schwach ausgefallen.

In London sackten Aktien des Londoner Modehauses Burberry um 5,6 Prozent ab und waren damit das klare Schlusslicht im „Footsie“. Im vergangenen Quartal war der Umsatz um 45 Prozent eingebrochen und für das laufende Quartal wird ein weiterer Rückgang erwartet. (awp/mc/pg)

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