Europa-Schluss: Verluste nach enttäuschten Hoffnungen

Boerse

Paris – Die meisten Börsen in Europa haben am Freitag wieder deutlich nachgegeben. Anleger reagierten enttäuscht auf nur sehr kleinen Fortschritte beim EU-Gipfel im Kampf gegen die Coronavirus-Folgen. Zudem herrscht inzwischen Skepsis, ob ein gegen Ebola entwickeltes Mittel auch Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnte. Ein vor dem Wochenende verhaltener Börsenstart in den USA tat zudem sein Übriges.

Nach der jüngsten Erholung gab der EuroStoxx50 um 1,52 Prozent auf 2809,07 Punkte nach, was auf Wochensicht einen Verlust von 2,7 Prozent bedeutet. An den Börsen in Paris und London ging es am Freitag ähnlich stark abwärts: Der Cac 40 sank um 1,30 Prozent auf 4393,32 Zähler und der FTSE 100 verlor 1,28 Prozent auf 5752,53 Punkte.

Die Videokonferenz der EU-Mitglieder über Hilfspakete und Exit-Strategien aus der Corona-Krise hätte durchaus besser enden können, kritisierte etwa Milan Cutkovic von Axitrader. „Es kam zu einer Einigung, aber nicht zu konkreten Ergebnissen.“

Hinzu kam, dass der Covid-19-Hoffnungsträger Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead Sciences am Vorabend einen Dämpfer erhalten hatte. Die Gabe des Medikaments habe in China bei Patienten nicht zu einer spürbaren Verbesserung geführt, meldete die „Financial Times“. Laut Stepen Innes von AxiCorp hat diese Nachricht den Märkten „einen Schlag versetzt“, denn die aktuelle wirtschaftliche Lage sei durch das Corona-Virus ausgelöst worden. (awp/mc/pg)

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