Europa-Schluss: Krisenpaket der US-Notenbank verpufft

Boerse

Paris – Auch ein neues, umfangreiches Notpaket der US-Notenbank Fed gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus hat die Anleger am Montag nicht überzeugt. Mit weitreichenden Massnahmen will die Fed die Wirtschaft wieder in die Spur bringen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte daraufhin zwar kurzzeitig kräftig zu, gab die Gewinne aber wieder ab und schloss 2,47 Prozent niedriger auf 2485,54 Punkten.

Nach Zinssenkungen und einem grossen Anleihekaufprogramm kündigte die Fed nun an, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen. Zudem legt sie mehrere Kreditprogramme auf, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen.

Bei den Experten der Bank RBC kam das Paket gut an: „Die Massnahmen werden für mehr Liquidität an den Finanzmärkten sorgen und so die jüngsten Verwerfungen abmildern“, schrieb Analyst Gerard Cassidy. Zudem dürften die Schritte die im zweiten Halbjahr erwartete konjunkturelle Erholung beschleunigen.

Anleger sahen das am Montag allerdings anders: In Paris fiel der Leitindex Cac 40 um 3,32 Prozent auf 3914,31 Zähler. Der Londoner FTSE 100 büsste sogar 3,79 Prozent auf 4993,89 Zähler ein. (awp/mc/pg)

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