Europa-Verlauf: Uneinheitlicher Wochenauftakt – Ölpreisrückgang stützt

Europa-Verlauf: Uneinheitlicher Wochenauftakt – Ölpreisrückgang stützt
(KI-generiert)

Paris/London/Zürich – Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Für Entlastung sorgten etwas niedrigere Ölpreise nach einem Medienbericht über neue diplomatische Bemühungen der USA im Konflikt mit dem Iran. Trump will der Diplomatie mit dem Iran einem Bericht des Nachrichtenportals «Axios» zufolge mehr Zeit geben, bevor er nach den US-Zwischenwahlen in dieser Woche möglicherweise neue Angriffe anordnet.

Der EuroStoxx50 stieg am Mittag um 0,4 Prozent auf 6.156 Punkte. Ausserhalb des Euroraums sank der Schweizer Leitindex SMI um 0,2 Prozent auf 14.785 Zähler. Der britische FTSE 100 legte um 0,1 Prozent auf 10.742 Punkte zu.

Ganz oben in der Anlegergunst standen Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen, die vom Ölpreisrückgang profitierten. So stiegen die Papiere von Air France-KLM um 4,0 Prozent und jene der Airline-Holding IAG um 3,0 Prozent. Am unteren Ende des Branchentableaus lagen Ölwerte. Die Titel von Shell , BP , Eni und Totalenergies verbuchten Kursabschläge zwischen 0,7 und 1,4 Prozent.

Unter den Einzelwerten standen die Anteilsscheine von Alstom mit einem Kurseinbruch von zeitweise fast einem Drittel imAnlegerfokus. Zuletzt notierten sie 26 Prozent im Minus. Der Bahntechnikkonzern strich sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv zusammen. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Alstom kündigt einen Umbau des Unternehmens an und will die Verschuldung um rund zwei Milliarden Euro Schulden verringern.

Die hohen Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem US-iranischen Krieg belasteten den Billigflieger Ryanair auch im zweiten Geschäftsquartal. Der Gewinn nach Steuern sank um sechs Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten und plant deshalb ein umfassendes Sparprogramm. Die Ryanair-Papiere verteuerten sich um 2,5 Prozent.

Für die Aktien von Forvia ging es nach der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen des französischen Autozulieferers um 1,9 Prozent aufwärts. Forvia bekommt weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren. Der Umsatz der Franzosen sank in den ersten neun Monaten um 2,7 Prozent. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen um ein Prozent zu. An seinem Jahresausblick hält Forvia fest. (awp/mc/Pg)

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