Europa-Schluss: Fester ins Wochenende – Kaum Impulse von EZB

Boerse
(Adobe Stock)

Paris / London – Mit Kursgewinnen sind die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag in das Osterwochenende gegangen. Am Karfreitag findet kein Aktienhandel statt. Von der Sitzung der Europäischen Zentralbank gab es keine grösseren Impulse für die Börsen, die EZB liess trotz der hohen Inflation den Zeitpunkt für eine Zinserhöhung offen. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,54 Prozent auf 3848,68 Punkte und hat damit im Verlauf der Woche moderat nachgegeben.

Europas Währungshüter lassen Verbraucher und Sparer trotz der Rekordinflation weiter im Unklaren über den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung. Ein Ende der ultralockeren Geldpolitik im Sommer zeichnet sich dagegen inzwischen deutlicher ab. Die EZB habe mit der Normalisierung ihrer Geldpolitik begonnen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag nach der EZB-Ratssitzung. «Die Reise hat begonnen». Kritiker warfen der Notenbank indes fehlende Entschlossenheit und riskantes Abwarten vor.

Der französische Cac 40 stieg um 0,72 Prozent auf 6589,35 Punkte an. Der britische FTSE 100 ging mit 7616,38 Zählern um 0,47 Prozent höher in das Wochenende.

An der Spitze der Sektoren standen die Reise- und Freizeitaktien. Hier verzeichneten die Titel der Fluggesellschaften Gewinne, nachdem die entsprechenden US-Werte bereits am Vortag teilweise deutlich zugelegt hatten. Die US-Bank JPMorgan hatte zudem Wizz Air gelobt. Der operative Verlust scheine geringer als ursprünglich von der Billigfluglinie erwartet auszufallen, schrieb Analyst Harry Gowers. Wizz Air sprangen um fast 8 Prozent nach oben.

Gewinne verzeichneten auch die Luxusgüterhersteller. Hier gefielen die Zahlen von Hermes für das erste Quartal. Der französische Konzern profitierte von einer robusten Nachfrage in den Regionen Amerika und Europa mit Steigerungsraten von mehr als 40 Prozent. Hermes stiegen um 2,7 Prozent, Kering um 1,4 Prozent und Richemont um 3,4 Prozent.

Aktien von Ericsson fielen mit einem Abschlag von fünf Prozent auf. Beim schwedischen Netzwerkausrüster hatten der Rückzug aus Russland und Lieferkettenprobleme im ersten Quartal den Gewinn belastet. Wegen der Lieferengpässe sei ein Puffer bei wichtigen Bauteilen geschaffen worden, teilte das Unternehmen mit. Das kostete mehr Geld und nagte an der Profitabilität. (awp/mc/ps)

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