Europa-Schluss: Auch am zweiten Handelstag des Jahres im Plus

Europa-Schluss: Auch am zweiten Handelstag des Jahres im Plus
(Adobe Stock)

Paris / London – Der gelungene Jahresauftakt an Europas wichtigsten Aktienmärkten hat sich am Dienstag fortgesetzt. Schwächere US-Börsen hinterliessen am Nachmittag allerdings ihre Wirkung, die Indizes verringerten ihre Gewinne.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,68 Prozent fester mit 3882,29 Punkten. Der französische Cac 40 legte um 0,44 Prozent auf 6623,89 Punkte zu. Nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn schloss sich der britische FTSE 100 mit plus 1,37 Prozent auf 7554,09 Punkte dem Trend an.

Investoren setzten weiter auf eine Konjunkturerholung in China und dem Euroraum, sagte Marktexperte Andreas Lipkow. Der am Morgen veröffentlichte Einkaufsmanagerindex des chinesischen Wirtschaftsmagazins «Caixin» für Dezember war etwas besser ausgefallen als erwartet. Im Fokus standen auch Inflationsdaten aus Deutschland, wo sich die Teuerung im Dezember auf hohem Niveau verlangsamte.

Gefragt waren erneut zyklische Werte. Aktien aus dem Bereich Flugzeugbau legten deutlich zu. So waren Rolls-Royce nach einer Empfehlung durch Jefferies gefragt mit einem Plus von mehr als sechs Prozent. 2022 habe es sich für Anleger angeboten, in der Luftfahrtindustrie auf Rüstungsaktivitäten zu setzen, schrieb Analystin Chloe Lemarie. Im neuen Jahr könne man auf ein schwungvolles Wartungs- und Ersatzteilgeschäft setzen. Von einer Kaufempfehlung durch Redburn profitierten auch die Aktien des Zementherstellers CRH als zyklischer Wert mit plus 3,3 Prozent.

Im Aufwind befanden sich zudem die 2022 gebeutelten Aktien der Online-Händler. So legten die Titel der Internet-Apotheke Zur Rose in Zürich um 14,6 Prozent zu, jene der Internet-Beteiligungsholding Prosus gewannen an der Eurostoxx-Spitze gut vier Prozent. Die Branche profitiert generell von der Hoffnung auf einen nachlassenden Inflationsdruck, dessen Bekämpfung die Europäische Zentralbank (EZB) sowie andere grosse Notenbanken zu einer Anhebung der Leitzinsen gezwungen hat.

Aktien von Banken gewannen ebenfalls dazu. Die Zinswende beflügelt weiter. ING und Intesa Sanpaolo schlossen jeweils gut 2,3 Prozent fester. (awp/mc/ps)

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