Europa-Schluss: Omikron und Wirtschaftssorgen ziehen Kurse runter

Boerse

Paris / London – Der Abwärtsdruck an Europas Börsen hat sich am Montag verstärkt. «Die Jahresendrally an den Aktienmärkten scheint endgültig abgeblasen», kommentierten die Experten von Index-Radar die Kursentwicklungen. Die Ausbreitung der Omikron-Variante und womöglich weitere Lockdowns in Europa trübten die Stimmung der Anlegern zu Beginn der Weihnachtswoche nochmals ein.

So rutschte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 zeitweise unter die viel beachtete 200-Tage-Durchschnittslinie für den längerfristigen Trend. Er schloss mit minus 1,30 Prozent auf 4107,13 Punkte. Der französische Cac 40 verlor 0,82 Prozent auf 6870,10 Zähler, der britische FTSE 100 gab um 0,99 Prozent auf 7198,03 Zähler nach.

Die schnelle Ausbreitung der Virus-Variante Omikron lasse zunehmend Sorgen vor einem erneuten Stillstand in weiten Teilen der Wirtschaft aufkommen und könnte die Wachstums- und Gewinnschätzungen für das kommende Jahr sinken lassen, hieß es bei Index-Radar weiter. Zudem seien die wichtigsten Notenbanken in der vergangenen Woche auf einen strafferen geldpolitischen Kurs eingeschwenkt. Weil ausserdem US-Präsident Joe Biden mit seinen Sozial- und Klimaplänen zu scheitern droht, senkte die US-Grossbank Goldman Sachs bereits ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft. (awp/mc/pg)

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