Europa-Schluss: EuroStoxx knapp im Plus – Novartis belastet Schweizer SMI

Europa-Schluss: EuroStoxx knapp im Plus – Novartis belastet Schweizer SMI
(Adobe Stock)

Paris / London / Zürich – Nach einem bereits verhaltenen Wochenstart hat es den europäischen Börsen auch am Dienstag überwiegend an Orientierung gemangelt. Die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise und die damit einhergehenden Inflationssorgen hielten die Anleger weiter in Schach vor dem Zinsentscheid der EZB am Donnerstag.

Der EuroStoxx 50 schloss mit 0,14 Prozent im Plus bei 6.413,17 Punkten. Ausserhalb des Euroraums gab der britische FTSE 100 allerdings leicht um 0,10 Prozent auf 10.811,66 Punkte nach. An der Schweizer Börse ging es belastet vom Schwergewicht Novartis sehr deutlich um 1,55 Prozent auf 14.057,61 Punkte abwärts.

Die Anleger träten derzeit auf die Bremse und warteten wichtige Daten und Zinsentscheidungen im Laufe der Woche zunächst ab, schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von Robomarkets. Zugleich bleibe der Ölpreis «aktuell das Fieberthermometer der Aktienmärkte». Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im November näherte sich am Dienstag weiter der 100-Dollar-Marke.

Auf Unternehmensseite stachen Novartis-Papiere mit einem Kurseinbruch um mehr als zehn Prozent heraus. Schon am Vortag hatte es einen herben Rückschlag gegeben wegen enttäuschender Daten eines Medikamenten-Kandidaten, worauf nun eine Studienflop zu einem Wirkstoff gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie folgte. Analysten hinterfragten in ersten Einschätzungen nach dem Studienflop einmal mehr die längerfristigen Wachstumsziele des Pharmakonzerns.

Novartis lastete im ganzen Pharmasektor auf der Stimmung, denn der Gesundheits-Branchenindex Stoxx Europe 600 Health Care büsste mehr als zwei Prozent ein. Dem konnte sich auch Sandoz nicht entziehen. Zeitweise deutlich im Plus liegend wegen überraschend hoher Wachstumsambitionen, schlossen auch die Titel des Schweizer Generika-Spezialisten knapp im Minus. (awp/mc/ps)

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