Eurozone: BCI-Geschäftsklima trübt sich erneut ein

Europäische Zentralbank EZB

Eurozone: EZB-Sitz in Frankfurt.

Brüssel – Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im Mai den dritten Monat in Folge und abermals deutlich eingetrübt. Der Business Climate Indicator (BCI) sei von 1,28 Punkten im April auf 0,99 Punkte gefallen, teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit. Der Indikator sackte somit noch stärker ab als im April.

Einen noch schlechteren Wert gab es mit 0,93 Punkten zuletzt im November 2010. Das derzeitige Niveau beim BCI-Indikator sei nach wie vor sehr hoch, hiess es von der EU-Kommission. Allerdings deuteten die Rückgänge der vergangenen drei Monate darauf hin, dass die Erholung in der Industrie an Fahrt verliere. Ein Indexstand des Geschäftsklimas von Null Punkten entspricht dem langfristigen Durchschnittswachstum der Industrieproduktion von zwei Prozent. Ein Produktionsrückgang wird angedeutet, wenn der Index unter minus 0,5 Punkten liegt.

Wirtschaftsstimmung ESI trübt sich stärker ein als erwartet

Im Euroraum hat sich die Wirtschaftsstimmung im Mai etwas stärker eingetrübt als erwartet. Der Economic Sentiment Index (ESI) sei von revidiert 106,1 (zunächst 106,2) Punkten im Vormonat auf 105,5 Punkte gesunken, teilte die EU-Kommission weiter mit. Volkswirte hatten mit einem Wert von 105,8 Punkten gerechnet. Bis auf das Verbrauchervertrauen trübten sich alle Unterindikatoren ein. In den ESI gehen das Industrievertrauen mit 40 Prozent und das Dienstleistungsvertrauen mit 30 Prozent ein. Das Verbrauchervertrauen steuert 20 Prozent bei. Das Bauwirtschafts- und das Einzelhandelsvertrauen werden zu jeweils fünf Prozent gewichtet. (awp/mc/ps)

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