Eurozone: PMI fällt auf niedrigstem Stand seit Juli 2009

Europäische Zentralbank EZB

Eurozone: EZB-Hauptsitz in Frankfurt am Main.

London – In der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager (PMI) im September deutlich eingetrübt. Der Gesamtindex fiel von 50,7 Punkten im Vormonat auf 49,2 Punkte, wie das Forschungsunternehmen Markit am Donnerstag in London nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Damit signalisiert der Indikator einen wirtschaftlichen Rückgang und erreicht den niedrigsten Stand seit Juli 2009.

In der Industrie und im Dienstleistungssektor trübte sich der Wert weiter ein. Mittlerweile wird auch für den Dienstleistungssektor ein Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert. In der grössten Euro-Wirtschaft Deutschland fiel der Wert für die Industrie genau auf die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Der Wert im Dienstleistungssektor lag mit 50,3 Punkten knapp darüber. In der zweitgrössten Volkswirtschaft Frankreich fiel der Indikator für die Industrie deutlich stärker als erwartet. Der Wert für den Dienstleistungssektor gab zwar auch nach, signalisiert aber noch eine wirtschaftliche Expansion. Ab einem Wert von 50 Punkten deuten die Indikatoren auf einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität hin. Liegen die Kennzahlen unter diesem Wert, kann von einem Rückgang ausgegangen werden.

Industrieaufträge fallen im Juli stärker als erwartet
In der Eurozone sind die Auftragseingänge der Industrieunternehmen im Juli deutlich stärker als erwartet gesunken. Auf Monatssicht seien die Aufträge um 2,1 Prozent zurückgefallen, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Ökonomen hatten zuvor mit einem Rückgang um lediglich 1,2 Prozent gerechnet. Im Juni war die Produktion um revidierte 1,2 Prozent (zunächst -0,7%) gefallen. Im Jahresvergleich kletterten die Aufträge im Juni mit 8,4 Prozent schwächer als von Volkswirten prognostiziert. Ökonomen hatten zuvor mit einem Anstieg um 10,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Aufträge um revidierte 10,6 Prozent (zunächst 11,1%) gestiegen. (awp/mc/upd/ps)

Markit

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