Ölpreise steigen weiter

Ölfässer

New York – Die Ölpreise sind am Donnerstag wegen verschärfter Unruhen in Ägypten weiter gestiegen. Ein Barrel  der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März kostete gegen Mittag 102,76 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Vortag. In der Spitze war Brent-Öl sogar über die Marke von 103 Dollar gestiegen. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg am Mittag um 73 Cent auf 91,59 Dollar.

Händler erklären das hohe Ölpreisniveau seit Tagen mit den politischen Unruhen in Ägypten und anderen arabischen Staaten. Nach einer Zuspitzung in der Nacht zum Donnerstag mit mehreren Toten beruhigte sich die Lage bis zum Mittag etwas. Ägypten ist zwar kein wichtiger Ölproduzent, das nordafrikanische Land kontrolliert aber den Suezkanal, über den ein erheblicher Teil der regionalen Ölproduktion transportiert wird.

Schwache Ölnachfrage in den USA
Den aktuell grossen Preisunterschied zwischen Brent- und WTI-Öl von über zehn Dollar erklärt die Commerzbank auch mit fundamentalen Faktoren. So sei die Ölnachfrage in den USA nach wie vor schwach und die Ölläger sehr gut gefüllt, heisst es in einer Studie. Die reichliche Versorgung der USA mit Rohöl und Ölprodukten dürfte zur Folge haben, dass der WTI-Preis im Vergleich zu Brent nur unterproportional von den politischen Spannungen im Nahen Osten profitiert.

Opec-Preis deutlich gestiegen
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 97,66 Dollar. Das waren 1,27 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ss/02)

Opec-Korbpreis

WTI / NYMEX

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