Japans Zentralbank sieht Ende des Abwärtstrends

Masaaki Shirakawa

Notenbankgouverneur Masaaki Shirakawa.

Tokio – Japans Wirtschaft kommt nach Einschätzung der Zentralbank langsam aus der Talsohle heraus. Erstmals seit neun Monaten hob die Bank von Japan am Dienstag ihre Einschätzung der konjunkturellen Lage an. Die Wirtschaft des Landes sei dabei, allmählich aus der gegenwärtigen Abschwungphase herauszukommen.

Im Schlussquartal 2010 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,1 Prozent geschrumpft und damit zum ersten Mal seit fünf Quartalen. Damit hat sich offiziell bestätigt, dass China nun Japan als zweitgrösste Volkswirtschaft abgehängt hat.

Nachfrage in Übersee erholt sich
Dass Japans Wirtschaft möglicherweise im laufenden Quartal die Talsohle wieder verlässt, verdankt die ostasiatische Wirtschaftsmacht nach Einschätzung der Zentralbank vor allem der sich erholenden Nachfrage in Übersee. Beim Export und der Produktion gebe es Anzeichen eines Aufwärtstrends, so die Bank von Japan. Japan ist weiter von seinem Exportmotor abhängig. Vor diesem Hintergrund entschied die Zentralbank, vorerst weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festzuhalten und den Leitzins bei nahe Null zu belassen.

Industrieproduktion steigt stärker als zunächst berechnet
In Japan ist die Industrieproduktion im Dezember etwas stärker gewachsen als zunächst berechnet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Produktion um 3,3 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Dienstag in Tokio auf Basis endgültiger Zahlen mit. Damit wurde die Erstschätzung um 0,2 Punkte nach oben korrigiert. Es ist der zweite Anstieg der Produktion in Folge. Im November hatte der Zuwachs bei 1,0 Prozent gelegen. (awp/mc/ps)

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Japanische Regierung

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