Ölpreise am Dienstag deutlich gefallen

Ali Al-Naimi

Saudi-Arabiens Energieminister Ali Al-Naimi.

New York – Die Ölpreise sind am Dienstag im Nachmittagshandel deutlich unter Druck geraten. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April fiel auf 33,34 US-Dollar. Das waren 1,35 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,54 Dollar auf 31,84 Dollar.

Saudi-Arabien will seine Rohölförderung nicht vermindern. Es sei unwahrscheinlich, dass andere Staaten sich daran beteiligen würden, begründete Energieminster Ali Al-Naimi am Dienstag in Houston auf einer Konferenz die Haltung seines Landes. Die Einigung aus der vergangenen Woche, nach der Saudi-Arabien, Russland, Quatar und Venezuela ihre Förderung auf dem Januar-Niveau einfrieren werden, bedeute nicht, dass die Produktion gesenkt werde. Um mit dem Ölpreisrückgang klar zu kommen, müssten stattdessen Ölförderer, die zu hohen Kosten fördern, diese entweder senken, Kredite aufnehmen oder die Förderung aufgeben. So ist das Fracking in den USA deutlich teurer als die Rohölförderung in Saudi-Arabien.

IEA: Überangebot hält bis ins kommende Jahr hinein an
Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) hätten bereits am Morgen für Verkaufsdruck am Ölmarkt gesorgt, hiess es aus dem Handel. Die IEA geht zwar von einem sinkenden Angebot an Rohöl aus. Allerdings dürfte das Überangebot auf dem Weltmarkt noch bis in das kommende Jahr hinein andauern. Seit Monaten werden die Ölpreise durch ein zu hohes Angebot tendenziell belastet. Experten gehen davon aus, dass die US-Ölreserven auf ein neues Rekordniveau steigen. Die US-Regierung wird die offiziellen Lagerdaten am Mittwoch veröffentlichen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 29,48 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 31 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./

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