Ölpreise gefallen – Erhöhung der Fördermenge belastet besonders Brent-Öl

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(Bild: Edelweiss - Fotolia.com)

New York / London – Die Ölpreise haben am Montag nachgegeben. Der Preis für Rohöl aus der Nordsee gab merklich nach, während der Preis für US-Leichtöl leicht fiel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete 74,15 US-Dollar. Das waren 1,39 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 47 Cent auf 68,11 Dollar.

Den deutlicheren Rückgang des Brent-Preises begründeten Händler mit dem absehbar grösseren Angebot. Am Wochenende hatte das Bündnis Opec+, bestehend aus dem Ölkartell Opec und anderen grossen Förderern wie Russland, eine Ausweitung der Tagesförderung um etwa eine Million Barrel beschlossen. Der Grossteil des zusätzlichen Öls geht aufgrund von Handelsbeziehungen nach Europa und Asien. Der US-Ölpreis ist daher weniger von der Ausweitung betroffen.

Ölproduktion kurzzeitig kaum nennenswert auszuweiten
Wie viel zusätzliches Rohöl tatsächlich auf den Markt kommen wird, ist selbst Fachleuten nicht ganz klar. Wichtigster Grund dafür ist, dass nur wenige grosse Produzenten dazu in der Lage sind, ihre Ölproduktion kurzzeitig nennenswert auszuweiten. Dazu zählen insbesondere die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland, die auch am stärksten auf eine Förderanhebung hingewirkt hatten. Der Ölminister Saudi-Arabiens, Kahlid Al-Falih, hatte am Samstag betont, dass die Fördermengenausweitung in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich in Richtung von einer Millionen Barrel pro Tag gehen soll.

Einen mittelfristigen Rückgang der Ölpreise erwartet die Commerzbank. Eine Ausweitung der Fördermenge um insgesamt eine Million Barrel pro Tag in der zweiten Jahreshälfte würde ausreichen, um den Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Commerzbank erwartet daher einen Preisrückgang bei Brent-Öl auf 70 US-Dollar je Barrel im dritten Quartal. (awp/mc/ps)

Opec-Korbpreis

WTI/ NYMEX

Brent / ICE

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