Ölpreise auf Talfahrt – niedrigster Stand seit vier Jahren

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York / London – Die Ölpreise haben am Montag ihre Talfahrt fortgesetzt und sind damit zeitweise auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete im Nachmittagshandel 88,03 US-Dollar. Das waren 2,18 Dollar weniger als am Freitag und markierte den tiefsten Stand seit Ende 2010. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 1,49 Dollar auf 84,33 Dollar.

«Aus der Opec gibt es weiterhin keine Signale für preisunterstützende Massnahmen», begründete die Commerzbank die Entwicklung. Im Gegenteil: Als drittes wichtiges Opec-Land habe auch der Irak seine Verkaufspreise deutlich gesenkt. «Die Opec scheint somit derzeit eher die Verteidigung von Marktteilen als eine Stabilisierung der Preise anzustreben», heisst es in dem Kommentar. Zudem sehe auch Kuwait keine Notwendigkeit für ein Kürzung der Opec-Produktion.

Iran und Saudi Arabien senkten Preise schon vor Irak
Vor dem Irak hatten bereits die OPEC-Mitglieder Iran und Saudi-Arabien ihre Verkaufspreise gesenkt. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist daher stark gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 86,43 Dollar. Das waren 1,84 Dollar weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/hfu)

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