Ölpreise grenzen frühe Verluste deutlich ein

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(Photo by Cameron Venti on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Marktbeobachter verwiesen auf Medienberichte über Uneinigkeit im Ölverbund Opec+. Nachdem es mit dem Notierungen am Morgen noch stark nach unten ging, wurden die Verluste bis zuletzt deutlich eingegrenzt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete 47,72 US-Dollar. Das waren 46 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 44,20 Dollar.

Im europäischen Frühhandel ging es bei den Ölpreisen noch jeweils um mehr als einen Dollar nach unten. Dem Ölverbund Opec+ war es am Wochenende Berichten zufolge nicht gelungen, sich während eines informellen Treffens auf eine kurzfristige Förderpolitik zu einigen. An diesem Montag und Dienstag sollen die Beratungen in offizieller Runde fortgesetzt werden.

Verlängerung der aktuellen Fördersenkung?
Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete am Montag unter Berufung auf Delegationskreise, dass eine aktuelle geltende Fördersenkung im kommenden Jahr um weitere drei Monate verlängert werden soll. Wie es weiter hiess, soll der entsprechende Beschluss am Dienstag und damit am zweiten Tag der Beratungen gefällt werden. Zum Verbund Opec+ gehören neben den Opec-Staaten unter Führung Saudi-Arabiens weitere grosse Produktionsländer wie Russland.

Nach Einschätzung von Russland sind die Unstimmigkeiten im Ölverbund nicht so stark wie im vergangenen Frühjahr. Damals hatte ein Preiskrieg führender Ölstaaten zeitgleich mit der Corona-Pandemie einen drastischen Absturz der Ölpreise ausgelöst. Nach Angaben eines Sprechers der russischen Regierung hat Präsident Wladimir Putin bisher nicht die Absicht, abseits der Verhandlungen der Opec+ direkt mit Saudi-Arabien über Fragen der Förderpolitik zu sprechen.

Die schwierige Lage auf dem Ölmarkt 2020 werde sich zumindest im ersten Quartal 2021 fortsetzen, sagte der algerische Energieminister Abdelmadjid Attar am Montag zum Auftakt des Treffens. Konkrete Schritte deutete er allerdings noch nicht an.

Bei dem auf zwei Tage angesetzten Treffen der Opec+ geht es um die Frage, ob die Ölstaaten ihre Förderung Anfang kommenden Jahres erhöhen oder bestehende Fördergrenzen zunächst fortbestehen sollen. (awp/mc/ps)

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